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München - Kevin Münch hat bei der Darts-WM 2018 für eine Sensation gesorgt, der erste deutsche Starter dort ist er aber nicht. SPORT1 blickt in die Historie.

Der Alexandra Palace ist das Mekka des Dartssports - und Kevin Münch, Bezwinger des zweimaligen Weltmeisters Adrian Lewis, ist nicht der erste Deutsche, der es erobert hat.

Nachdem die Darts-WM (täglich LIVE im TVLIVESTREAM und im LIVETICKER) in den Anfangsjahren eher eine britisch dominierte Veranstaltung war, feierten im Laufe der Jahre auch internationale Teilnehmer immer größere Erfolge. (Die WM-Teilnehmer

Der erste Finalist, der nicht von der Insel stammte, war der Kanadier John Part, der sich im Endspiel 2001 eine 0:7-Packung von Rekordweltmeister Phil Taylor abholte. 2003 revanchierte sich Part und holte sich gegen "The Power" den ersten WM-Titel eines nicht-britischen Dartsspielers. 

Spätestens seitdem war die Internationalisierung nicht mehr aufzuhalten - und auch deutsche Spieler durften sich schon auf dem höchsten Niveau beweisen. SPORT1 blickt auf Münchs Vorgänger zurück.

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Deutsche Premiere erst 2006

Zwölf Jahre lang war die Darts-WM für deutsche Vertreter eine Nummer zu groß. Dann aber die Premiere: 2006 qualifizierten sich mit Andree Welge und SPORT1-Experte Tomas "Shorty" Seyler gleich zwei Deutsche für das Turnier.

Während Welge in seinem Auftaktmatch scheiterte, kam Seyler nach einem 3:0-Erfolg über den Schotten Jamie Harvey immerhin bis in Runde zwei, wo dann der Niederländer Roland Scholten zu stark war.

Wie geschichtsträchtig Seylers Erfolg war, zeigte sich in den nächsten Jahren. Denn es dauerte ganze drei Jahre, bis mit Jyhan Artut der zweite Deutsche als Sieger eines WM-Matches die Bühne verließ - dieses Mal schon im Londoner Ally Pally statt in der Circus Tavern in Essex, wo das Turnier bis 2007 statt fand.

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Vorläufiger Höhepunkt 2010

Artut besiegte in der ersten Runde Darts-Pionier Wayne Mardle, musste sich dann aber Robert Thornton beugen.

Dennoch war das Jahr 2010 der vorläufige Höhepunkt der deutschen Erfolgsgeschichte bei der Darts-WM: Mit Artut, Seyler (Aus in der Vor-Quali-Runde) und Welge (Aus in der 1. Runde) standen erstmals drei deutsche Starter beim wichtigsten Darts-Event der Welt am Oche.

Auch in den folgenden Jahren hielt meist ein Trio die deutschen Fahnen in London hoch. Schon 2011 schaffte Münch die Qualifikation und scheiterte erst in der zweiten Runde.

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Hoffnungsträger Max Hopp stagniert

2013 feierte dann Youngster Max Hopp im Alter von 16 Jahren seine WM-Premiere. Fünfmal in Folge war der gebürtige Hesse danach die größte deutsche Hoffnung in London.

Der erste Sieg auf der größten Dartsbühne der Welt gelang Hopp 2015 in der ersten Runde gegen Altmeister Mervyn King. Im selben Jahr hatte sich Hopp zum Junioren-Weltmeister der PDC gekürt.

Doch der erhoffte Durchbruch blieb vorerst aus: Im Vorjahr schlug Hopp noch einmal zum Auftakt Vincent van der Voort. Wie schon zwei Jahre zuvor scheiterte er dann aber in Runde zwei. Diesmal hat er die Quali verpasst.

Zwei Hauptrunden-Siege in Folge sind den deutschen Darts-Profis bei der PDC Darts-WM also noch nie gelungen. Münch kann diesen Makel beheben, wenn er in Runde zwei auf den Sieger der Partie der beiden Spanier Cristo Reyes und Antonio Alcinas trifft.

Wobei auch noch ein zweiter Deutscher im Rennen ist: Der 21 Jahre alte Debütant Martin Schindler fordert am Abend Mitfavorit Simon Whitlock.

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