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Franz Reindl ist seit Ende Juli Präsident des DEB

Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) hat die Chance, sich finanziell wieder Luft zu verschaffen. Das Fundament für eine Finanzreform des angeschlagenen Verbandes ist bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung in München gelegt worden.

Der DEB und die Landesverbände verständigten sich auf ein Sanierungskonzept, um einen Weg aus der Misere zu finden.

Notwendige Satzungsänderungen sollen bei einer erneuten außerordentlichen Versammlung im Frühjahr 2015 verabschiedet werden.

DEB-Präsident Franz Reindl zeigte sich erleichtert. "Wir haben die nötigen Beschlüsse auf den Weg gebracht, es geht jetzt sofort los", sagte der 59-Jährige.

Vor allem der Auftrag zur Neugestaltung der Satzung sei maßgeblich gewesen. "Der Druck bleibt hoch, aber wir machen volle Pulle weiter. Wir haben einen Plan, eine Vision und wissen, wie es geht", fügte Reindl hinzu.

DEB-Finanzchef Berthold Wipfler hatte zuvor noch einmal die derzeit düstere Zukunftsprognose aufgezeigt.

Ehe die Heim-WM 2017 wieder frisches Geld in die Kassen spült (kalkuliert 1,44 Millionen), rechnet der DEB bis dato für die kommenden zwei Jahre mit einem dicken Minus in der Bilanz: 306.400 Euro 2015 und 682.400 Euro 2016.

Nach dem Geschäftsjahr 2014 wird sich ohnehin ein Minus von 400.000 Euro angehäuft haben.

Die Verabschiedung des Haushaltes für das laufende Jahr wurde vertagt, nachdem ein Beschluss für eine kurzfristige Sonderumlage in Höhe von 233.634 Euro aus formalen Gründen aufgeschoben wurde.

Die Neuberechnung des Budgets für 2014 durch das seit Juli amtierende Präsidium hatte zuvor eine Unterdeckung in dieser Höhe erbracht.

Unter Ex-Verbandsboss Uwe Harnos, der am Sonntag für die Geschäftsjahre 2011 bis 2013 entlastet wurde, war der DEB noch von einem ausgeglichenen Haushalt ausgegangen.

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