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Uwe Krupp gewann als erster Deutscher den Stanley Cup in der NHL
Uwe Krupp gewann als erster Deutscher den Stanley Cup in der NHL © getty

Berlin - Der ehemalige Bundestrainer beerbt bei den Eisbären den erfolglosen Jeff Tomlinson und soll neue Impulse setzen.

Paukenschlag in der Deutschen Eishockey Liga (DEL): Der frühere Nationaltrainer Uwe Krupp ist neuer Coach von DEL-Rekordmeister Eisbären Berlin.

Krupp löste beim siebenmaligen Champion den glücklosen Jeff Tomlinson ab und sorgte damit für einen der spektakulärsten Trainer-Wechsel der vergangenen Jahre.

Erst am Dienstagvormittag war offiziell bekannt geworden, dass sich Krupp mit seinem früheren Arbeitgeber, den Kölner Haien, nach seiner Entlassung im Oktober außergerichtlich geeinigt hatte. Damit war der Weg frei für Krupp, bei einem neuen Verein anzuheuern.

"Langfristige Planungen"

"Wir haben viele Gespräche geführt und uns zu diesem Schritt entschlossen. Das ist sicherlich eine Entscheidung mit kurzfristigen Auswirkungen, bei der für uns die langfristigen Planungen im Vordergrund stehen", sagte Eisbären-Manager Peter John Lee.

In der aktuellen Tabelle der DEL rangieren die Berliner nur auf Rang acht.

Vorstellung am Mittwoch

Der 49 Jahre alte Krupp wird am Donnerstag erstmals das Training der Berliner leiten. Am Mittwoch (15.00 Uhr) stellt der Klub seinen neuen Trainer im Presseraum der Arena am Ostbahnhof vor.

Krupp war von 2005 bis 2011 Bundestrainer und führte das deutsche Team 2010 bei der Heim-WM auf Rang vier. Als Trainer der Kölner Haien erreichte er 2013 und 2014 das Play-off-Finale um die deutsche Meisterschaft.

Als Spieler absolvierte der gebürtige Kölner 810 Partien in der nordamerikanischen Profiliga NHL und gewann 1996 mit Colorado Avalanche den Stanley Cup.

Kritik reißt nicht ab

Tomlinson hatte kein glückliches Händchen in Berlin. Immer wieder stand er in der Kritik. In seiner ersten Saison als Cheftrainer schied sein Team bereits in den Pre-Playoffs aus - zu wenig für den erfolgsverwöhnten Klub aus der Hauptstadt.

Auch in der aktuellen Saison lief es nicht nach Plan, die Eisbären rangieren nach 28 Spielen gerade mal auf Rang acht.

"Jeff Tomlinson ist ein guter Trainer, doch leider hat die Konstellation hier nicht gepasst", sagte der Sportliche Leiter der Eisbären, Stefan Ustorf: "Wir danken ihm für seine harte Arbeit in den vergangenen anderthalb Jahren. Wir brauchen neue Impulse in unserem Team. Die Entscheidung für Uwe Krupp haben wir vor allem mit Blick auf die Zukunft getroffen."

Auch Lee bedankte sich bei Tomlinson. "Seit 2000 war er mit Unterbrechungen ein Eisbär und unser Leitspruch 'Einmal Eisbär, immer Eisbär' gilt auch weiterhin für ihn", sagte Lee.

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