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Am Freitag beginnt die neue DEL-Saison © Getty Images

Der neue Bundestrainer Marco Sturm hat auf dem Weg aus der Krise auch die DEL in die Pflicht genommen.

"Wir sind in einer kritischen Situation", sagte der frühere NHL-Star und sprach sich für eine weitere Reduzierung der Ausländerstellen aus: "Ich würde mir wünschen, um ein oder zwei runterzugehen."

In der am Freitag beginnenden Saison dürfen die 14 DEL-Klubs erneut elf Ausländer unter Vertrag nehmen und neun pro Spiel einsetzen.

Diese Quote war zuletzt vor drei Jahren gesenkt worden. Mit 44 Prozent Kontingentspielern ist der Ausländeranteil in der DEL deutlich höher als etwa in Schweden (28) oder der Schweiz (23).

Eine drastische Reduzierung der Kontingentstellen hält Sturm aber für unmöglich: "Dafür haben wir nicht genug deutsche Spieler."

Nach dem Umbau, den der neue DEB-Präsident Franz Reindl vor allem im Jugendbereich vorgenommen hat, müsse auch die DEL ihren Beitrag leisten.

"Der Nachwuchsbereich ist die größte Baustelle", meinte Sturm, die Maßnahmen der U18- und U20-Nationalmannschaften im Sommer seien "ein bisschen erschreckend" gewesen, "wir haben keine Breite".

Unterstützung erhält Sturm aus den Reihen seiner Spieler. "Damit die Nationalmannschaft langfristig besser wird, muss die Liga mit der Ausländerbegrenzung runter", forderte Kölns Kapitän Moritz Müller. Und Patrick Köppchen vom Vizemeister ERC Ingolstadt ergänzte: "Es wäre schön, wenn wir in den nächsten Jahren über eine oder zwei Lizenzen weniger sprechen würden."

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