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Koelner Haie v ERC Ingolstadt - 2014 DEL Playoffs Game 7
Mirko Lüdemann holte 1995 und 2002 mit den Kölner Haien den Titel in der DEL © Getty Images

Nach fast 1.200 Partien in der DEL und dem Playoff-Aus gegen München beendet Kölns Mirko Lüdemann seine unvergleichlichen Karriere. Einst schoss er Deutschland zu Olympia.

In letzter Minute schoss er einst die Nationalmannschaft zu den Olympischen Spielen, seine letzten Minuten im Trikot der Kölner Haie erlebte er am vergangenen Freitag:

Nach 1197 Partien in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) und 23 Jahren beim rheinischen Traditionsklub hängt Rekordspieler Mirko Lüdemann die Schlittschuhe an den Nagel.

"Ich wusste ja, dass der Tag irgendwann kommt", sagte der 42-Jährige, der am Montag das Ende seiner Spielerkarriere bekannt gab.

Lüdemann schießt Deutschland zu Olympia

Seit der Verteidiger im Februar 2000 in Ljubljana mit dem goldenen Schuss zum 2:1 gegen Italien den Weg zu Olympia in Salt Lake City geebnet hatte, begleitete ihn jahrelang in den Arenen der Fangesang: "Lüdemann ist schuld."

Es war das wichtigste Tor, aber nur ein Moment in einer unvergleichlichen Karriere.

1993 war der gebürtige Sachse nach zwei Jahren in Kanadas Junioren-Eishockey nach Köln gewechselt - und nie wieder weggegangen.

"Der Verein hat mir bis heute sehr viel gegeben. Ich denke, ich konnte das Vertrauen als Spieler zurückgeben", sagte Lüdemann, den auch die Aussicht auf die NHL nicht aus Köln weglocken konnte.

1995 und 2002 gewann er mit den Haien den Titel, der DEL drückte er als Rekordspieler seinen Stempel auf.

Vom Eis in die Geschäftsstelle

Den Haien bleibt Lüdemann auch nach dem Ende der Spielerkarriere treu. Er wechselt vom Eis in die Geschäftsstelle des achtmaligen Meisters.

Schon am 1. Mai tritt der Rekordspieler, der mit Köln 1995 und 2002 den Titel gewann, seine neue Stelle an. "Ich freue mich, dass ich bei den Haien bleiben kann", sagte Lüdemann, der künftig im Bereich Marketing und Nachwuchsarbeit tätig sein wird.

Seine Rückennummer 12 wird beim KEC nicht mehr vergeben, ein Abschiedsspiel ist geplant. "Es ist alles andere als eine normale Personalentscheidung", gab Haie-Sportdirektor Mark Mahon zu, künftig soll jungen Spielern eine bessere Perspektive gegeben werden.

"Mirko Lüdemann ist die Legende der Kölner Haie", sagte Geschäftsführer Peter Schönberger: "Seine Karriere und Vereinstreue sind einmalig."

Streit führt zum Aus im Nationalteam

In der Nationalmannschaft machte er schon viel eher Schluss. 2005 erklärte er im Streit mit dem damaligen Bundestrainer Greg Poss seinen Rücktritt, auch dessen Nachfolger Uwe Krupp konnte den ewigen Kölner nicht zur einer Rückkehr bewegen.

Die Olympischen Spiele in Salt Lake City 2002, bei denen er mit der Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) inmitten der NHL-Superstars das Viertelfinale erreichte, waren die dritten und letzten seiner Laufbahn.

Zudem nahm er an sieben A-Weltmeisterschaften teil. Unverzichtbar war er aber bei den Haien - bis Freitag.

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