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Der Vorletzte schlägt den Tabellenzweiten. Die Düsseldorfer EG jubelt über den verdienten Sieg im prestigeträchtigen Derby gegen die Kölner Haie. Ein Blitzstart ebnet den Weg.

Die Düsseldorfer EG hat in der DEL überraschend das 212. Rheinderby mit 4:2 gegen die Kölner Haie gewonnen.

Die Gäste, die ohne ihren jüngsten Star-Neuzugang Christian Ehrhoff aufliefen, fielen dadurch in der Tabelle auf den dritten Platz zurück (SERVICE: Die Tabelle).

Die DEG bleibt zwar Vorletzter, stellte aber den Anschluss an die Pre-Playoff-Plätze her.

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Die Partie startete mit einem Paukenschlag. Nach lediglich 53 Sekunden ließ der Ex-Kölner Eduard Lewandowski die meisten Fans im mit 13.250 Zuschauern ausverkauften ISS Dome zum ersten Mal jubeln. In seinem zweiten Spiel nach einer Verletzung reagierte er nach einem Abpraller blitzschnell und schob den Puck zur frühen DEG-Führung ein.

Bescheidener Blitztorschütze

"Jedes Tor ist wichtig", sagte Lewandowski später im Gespräch mit SPORT1 bescheiden. "Wichtig war heute, dass wir von der ersten Sekunde voll da waren."

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Manuel Strodl verpasste in der 6. Spielminute die große Chance auf das 2:0. In Unterzahl skatete er alleine auf Haie-Keeper Gustaf Wesslau zu, traf aber nur den Pfosten.

Besser machte es Maximilian Kammerer (12. Minute). Nach einem Schuss von Stephan Daschner fälschte er den Puck zum 2:0 ab.

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Auch das zweite Drittel begann furios. Nach wenigen Sekunden landete der Stock des Kölners Ryan Jones im Gesicht von Bernhard Ebner. Da dieser blutete, war das Spiel für Jones vorzeitig beendet.

Die folgende fünfminütige Unterzahl überstand Köln unbeschadet, in der 32. Minute klingelte es aber erneut im Haie-Gehäuse: Alexej Dmitriev vollstreckte auf Pass von Lewandowski.

Drei Minuten später keimte im Kölner Lager noch einmal Hoffnung auf, als der Ex-Düsseldorfer Travis Turnbull in Überzahl einen Schlagschuss von Alexander Sulzer erfolgreich abfälschte.

Christian Ehrhoff sah die Niederlage der Haie von der Tribüne aus © SPORT1

Wenig später war für den zweiten Hai vorzeitig Feierabend: Patrick Hager wurde wegen unkorrekten Körperangriffs mit einer 5-plus-Spieldauerstrafe belegt.

In Überzahl stellte Adam Courchaine schnell den alten Drei-Tore-Abstand her.

Uviras Traumtor ist zu wenig

Im letzten Drittel versuchten die Haie alles, um das Spiel noch zu drehen. Mehr als der Treffer zum 2:4 durch ein phänomenales Tor von Sebastian Uvira sprang jedoch nicht mehr heraus. 

Uvira hatte sich fast in der eigenen Hälfte auf den Weg Richtung des von Mathias Niederberger gehüteten DEG-Tores gemacht. Von der linken Seite zog der Stürmer zur Mitte, verschaffte sich mit einer wunderbaren Finte Raum, setzte die Scheibe unter die Querlatte und markierte so seinen fünften Saisontreffer.

Gute Chancen zur weiteren Verkürzung machte Niederberger mit etlichen guten Paraden zunichte.

Bereits vor Ende der hochklassigen Partie sangen die DEG-Fans: "Die Nummer eins am Rhein sind wir". Nach vier DEL-Niederlagen in Folge zählt der Sieg für sie mehr als drei Punkte.

"Ich würde mir wünschen, dass wir jetzt eine Serie starten", setzt auch der zum "Man of the Match" gewählte Lewandowski auf die positiven Auswirkungen des Derbysiegs.

Das Spiel im Stenogramm:

Düsseldorfer EG - Kölner Haie 4:2 (2:0, 2:1, 0:1)
Tore: 1:0 Lewandowski (0:53), 2:0 Kammerer (11:35), 3:0 Dmitriev (31:40), 3:1 Turnbull (34:27), 4:1 Courchaine (35:18), 4:2 Uvira (43:59)
Schiedsrichter: S. Bauer/Schütz (Nürnberg/Bad Aibling)
Zuschauer: 13.205
Strafminuten: Düsseldorf 16 - Köln 56.

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