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Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft ringt die Schweiz beim Deutschland-Cup nieder und erhält sich somit die Titel-Chance. Denis Reul erzielt den goldenen Treffer.

Auch ohne die meisten Stammspieler hat die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft ihre Chance auf den Hattrick beim Deutschland Cup gewahrt.

24 Stunden nach dem 1:3 gegen die Slowakei bezwang das Team von Bundestrainer Marco Sturm in Augsburg die Schweiz mit 3:2 (0:1, 1:1, 2:0) und könnte mit einem weiteren Sieg am Sonntag gegen Kanada (ab 16.15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM) zum dritten Mal in Folge das Heimturnier gewinnen.

Schützenhilfe benötigt

Allerdings benötigt die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) die Schützenhilfe der Eidgenossen gegen Ex-Weltmeister Slowakei (ab 12.55 Uhr im LIVESTREAM).

Die zweite Garde, die Sturm zum Casting eingeladen hatte, zeigte ein halbes Jahr vor der Heim-WM große Moral. Der Kölner Nicolas Krämmer (26.), der Nürnberger Leonhard Pföderl (46.) und der Mannheimer Denis Reul (49.) sicherten der deutschen Mannschaft mit ihren Toren nach zweimaligem Rückstand noch den Sieg.

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Für die Schweizer trafen Yannick Herren (5.) und Reto Schäppi (38.).

"Die Jungs haben im letzten Drittel alles rausgeholt. Sie haben mit Freude und Ehrgeiz gekämpft und am Schluss verdient gewonnen", lobte Sturm, gab aber auch zu: "Die Schweizer haben uns große Probleme bereitet. Gerade im Powerplay hat man gemerkt, dass wir mit den vielen Neuen nicht eingespielt sind."

Dritter Debütant

Sturm bot mit Lokalmatador Thomas Holzmann seinen dritten Debütanten des Wochenendes auf. Nicht nur der Augsburger Stürmer, sondern auch seine Kollegen spielten ein ganz schwaches erstes Drittel.

In der Offensive gelang wenig, die einzige Torchance hatte der Nürnberger Yasin Ehliz in der 17. Minute. In der Abwehr herrschte Durcheinander, das Herren im Nachschuss zur hochverdienten Schweizer Führung nutzte.

Der Düsseldorfer Torhüter Mathias Niederberger verhinderte mit seinen Paraden einen höheren Rückstand, während seine Vorderleute phasenweise völlig die Orientierung verloren. Deutlich entschlossener ging die DEB-Auswahl im zweiten Durchgang zu Werke.

Nach einem Bandencheck von Enzo Corvi gegen Ehliz, der verletzt vom Eis musste, nutzten die Gastgeber die fünfminütige Überzahl zum Ausgleich. Nach einem Schuss von Kai Hospelt traf Krämmer im Nachsetzen.

Auf Messers Schneide

Doch die Fehlerquote blieb hoch. Bei einem Pfostenschuss von Noah Rod (34.) hatte die deutsche Mannschaft noch Glück. Vier Minuten später brachte Schäppi die Eidgenossen erneut in Führung. Nach dem 2:2 durch Pföderl stand das Spiel auf des Messers Schneide.

Als der Mannheimer Brent Raedeke auf der Strafbank saß, traf Verteidiger Reul in Unterzahl.

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Am Freitagabend gegen die Slowakei hatte das Sturm-Team eine halbe Stunde lang eine starke Leistung mit zahlreichen Torchancen geboten, allerdings jegliche Effizienz vermissen lassen.

"Wir haben ein bisschen kompliziert gespielt - zu viel gepasst, zu wenig geschossen", gab Krämmer zu, der kurz vor Schluss das einzige deutsche Tor erzielt hatte: "Aber gut war, dass wir so viele Chancen erspielt haben."

"Sehr zufrieden"

Ein Sonderlob verdienten sich die Debütanten Konrad Abeltshauser und Maximilian Kastner.

"Ich bin mit beiden sehr zufrieden. Sie waren am Anfang ein bisschen nervös, sind dann aber immer besser ins Spiel gekommen", sagte Sturm.

Nach dem 0:1-Rückstand durch Michal Cajkovsky (34.) allerdings war die Überlegenheit dahin. "Zum Schluss hat auch ein bisschen der Wille gefehlt", stellte der Bundestrainer fest.

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