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Nach der Klatsche zum Auftakt gegen Russland verliert die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft auch die zweite Partie beim Deutschland Cup gegen die Slowakei.

Trotz einer Leistungssteigerung hat die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft beim Olympia-Casting die zweite Niederlage hinnehmen müssen.

Nach dem 0:3 (0:1, 0:0, 0:2) gegen Titelverteidiger Slowakei droht dem Team von Bundestrainer Marco Sturm erstmals seit zwölf Jahren der letzte Platz beim Deutschland Cup. Drei Monate vor den Winterspielen in Pyeongchang blieb die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB), zum Auftakt eine 2:8-Pleite gegen Rekordweltmeister Russland kassiert hatte, erneut vieles schuldig.(Deutschland Cup: Ergebnisse/Spielpan)

"Wir waren zu langsam vor dem Tor. Wir wollten 60 Minuten gut spielen, was uns auch gelungen ist. Nur vor dem Tor hat das letzte Quäntchen gefehlt", erklärte Verteidiger Konrad Abeltshauser nach der Partie bei SPORT1. Marcel Müller hatte eine ähnliche Meinung: "Wir haben die Chancen nicht genutzt, ohne Tore gewinnt man kein Spiel. Das Spiel war besser als gestern, aber die Tore haben gefehlt."

Das Sturm-Team, das zum Abschluss am Sonntag (ab 16.40 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVETICKER)auf die USA trifft, ging zwar engagierter zu Werke und dominierte phasenweise das Spiel, vor dem gegnerischen Tor fehlte jedoch die Durchschlagskraft. Vor 6139 Zuschauern im ausverkauften Curt-Frenzel-Stadion sicherten Martin Bakos (5.), Marcel Hascak (48.) und Peter Ceresnak (60.) den Slowaken nach dem 2:1 gegen die USA den zweiten Dreier und damit die Chance auf den zweiten Turniersieg in Folge in Augsburg.

Letzter Gegner der Slowaken ist am Sonntag Russland (ab 13.10 Uhr LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM). Das andere Gruppenspiel am Samstag zwischen den USA und Russland zeigt SPORT1 ab 19.25 Uhr im kostenlosen LIVESTREAM und auf SPORT1+

Sturm forderte "Antwort"

Nach der höchsten Niederlage in seiner zweijährigen Amtszeit hatte Sturm eine "Antwort" seiner Mannschaft gefordert. "Wir wollen eine Reaktion zeigen und uns besser präsentieren", versprach der Mannheimer Marcus Kink. Doch zunächst machte die DEB-Auswahl da weiter, wo sie am Vorabend aufgehört hatte - mit einer dummen Strafzeit: Der Nürnberger Yasin Ehliz musste nach einem Foul hinter dem gegnerischen Tor auf die Strafbank, prompt nutzten die Slowaken die Überzahl zur Führung.(Deutschland Cup: Tabelle) 

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Danach fing sich das Sturm-Team und gestaltete das Spiel ausgeglichen. Hochkarätige Torchancen spielte es allerdings zunächst nicht heraus - entweder fehlte der letzte Pass, oder die Schüsse wurden abgeblockt. Im zweiten Drittel erspielten sich die Gastgeber auch die ersten Chancen. Vor allem die beiden Nürnberger Ehliz und Leonhard Pföderl sowie Kapitän Patrick Hager, die am Freitag noch zugeschaut hatten, sorgten in der Offensive für Schwung. Die beste Möglichkeit hatte der Krefelder Marcel Müller mit einem Pfostenschuss (37.). Die Slowaken nutzten auch beim zweiten Tor eine deutsche Strafzeit.

Sturm sichtet Olympia-Kandidaten

In Augsburg sichtet Sturm seine Olympia-Kandidaten. Das Vierländerturnier ist die einzige Möglichkeit, im Kampf um die 25 Tickets für Pyeongchang zu punkten. "Jeder kann sich zeigen und auf den Zug aufspringen", sagte Kink, der wie fast alle im Team um seine erste Olympia-Teilnahme kämpft. Lediglich der Mannheimer Torhüter Dennis Endras, der wegen einer Beinverletzung gegen Russland ausgewechselt werden musste, und der Krefelder Stürmer Marcel Müller haben schon auf olympischem Eis gespielt.

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Für die Winterspiele in Südkorea (9. bis 25. Februar 2018) plant Sturm zudem mit den beiden ehemaligen NHL-Profis Christian Ehrhoff (Köln) und Marcel Goc (Mannheim), denen er eine Pause gönnte. Auch der Nürnberger Top-Torjäger Patrick Reimer, der Kölner Felix Schütz und der Berliner Frank Hördler, die aus unterschiedlichen Gründen in Augsburg fehlen, haben gute Chancen auf ein Pyeongchang-Ticket.

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