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Das Duell der Superstars ist perfekt. Nach Crosby zieht auch Alexander Owetschkin mit seinen Russen ins Finale der Eishockey-WM ein. Die USA lässt zu viele Chancen liegen.

Das Traumfinale der Eishockey-WM ist perfekt: Titelverteidiger Russland ist dem Top-Favoriten Kanada mit einem Sieg gegen die USA ins Endspiel am Sonntag (ab 20.15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) gefolgt.

Der Rekord-Weltmeister setzte sich gegen das junge US-Team nur dank eines starken Schlussdrittels mit 4:0 (0:0, 0:0, 4:0) durch.

Die Tore erzielten Sergej Mosjakin (48.), NHL-Superstar Alexander Owetschkin (51.), der erst am Tag zuvor in Prag eingetroffen war, Wadim Schipachjow (56.) und Jewgeni Malkin (59.) allesamt in den letzten 20 Minuten.

Duell der Giganten im Finale

Zuvor hatte Kanada den Gastgeber Tschechien souverän 2:0 (1:0, 1:0, 0:0) besiegt. Im Finale stehen sich damit die Nationen mit den meisten WM-Titeln und größten Stars gegenüber.

Zuletzt gab es dieses prestigeträchtige Duell in einem WM-Endspiel 2008 und 2009 - jeweils mit dem besseren Ende für Russland. Allerdings geht Olympiasieger Kanada aufgrund der bisherigen Turnierleistungen als Favorit ins Spiel.

Sollten die Kanadier genau wie in den neun Turnier-Begegnungen zuvor in regulärer Spielzeit gewinnen, winkt ihnen zudem der vom Weltverband IIHF ausgelobte Team-Jackpot in Höhe von einer Million Schweizer Franken.

Russland lässt Worten Taten folgen

Für die tapfer kämpfenden Amerikaner, die mit fünf College-Spielern bei der WM angetreten sind, bleibt damit nur das Verlierer-Duell um Bronze gegen Tschechien direkt vor dem Endspiel.

"Wir wollen diesen College-Kindern eine Lehrstunde erteilen", hatte Russland-Stürmer Artemi Panarin vor dem Spiel provokant gesagt. Das russische Team spielte auch extrem aggressiv. Die hohe Spielkunst blieb dabei weitestgehend aber auf der Strecke.

Die US-Boys ließen sich weder von der harten Gangart noch von den großen Namen auf der Gegenseite einschüchtern.Im Gegenteil: Die Amerikaner nutzten die Schwächen in der russischen Abwehr immer wieder aus und kam zu guten Chancen. Allerdings machte Sbornaja-Torhüter Sergej Bobrowski eine überragende Partie.

Kanada ohne Probleme

Wesentlich souveräner lösten die Kanadier um Ausnahmespieler Sidney Crosby ihre Aufgabe gegen Tschechien, obwohl über 17.000 Zuschauer auf den Rängen sich lautstark dagegen wehrten.

Die Treffer erzielten Taylor Hall (9.) und Jason Spezza (30.), der mit dem 14. Punkt seine Führung in der Scorerwertung ausbaute.

Die Kanadier waren läuferisch und technisch die eindeutig bessere Mannschaft. Tschechiens Superstar Jaromir Jagr wurde zudem immer wieder hart angegangen und damit größtenteils aus dem Spiel genommen. "Wir haben ihn an die Bande getrieben. Das war ein Schlüssel unserer Taktik", verriet der Kanadier Ryan O'Reilly.

Was Jagr bereits ist, kann Crosby mit einem weiteren Sieg werden: ein Mitglied im Triple Gold Club. Der WM-Titel fehlt dem zweimaligen Olympiasieger und Stanley-Cup-Gewinner von 2009 noch, um als 26. Akteur in den legendären Klub aufgenommen zu werden.

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