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Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft verpasst nach der Klatsche gegen Kanada die Wiedergutmachung gegen den Nachbarn. Der Gegentreffer fällt spät.

Die deutsche Nationalmannschaft hat bei der Eishockey-WM den nächsten Rückschlag kassiert.

Gegen die Schweiz verlor das zumindest kämpferisch verbesserte DEB-Team mit 0:1 (0:0, 0:0, 0:1) und verpasste es dadurch, sich für die 0:10-Klatsche gegen Kanada zu rehabilitieren. (Die WM täglich LIVE im TV auf SPORT1)

Den Siegtreffer für die "Eisgenossen" erzielte der sträflich allein gelassene Denis Hollenstein in der 53. Minute. 

Kampf gegen den Abstieg

Für die spielerisch erneut enttäuschende Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) dürfte sich damit der Traum vom Viertelfinale, an den nach der Pleite gegen die kanadischen NHL-Stars ohnehin kaum noch jemand geglaubt hatte, erledigt haben.

Den Abstieg zu vermeiden, dürfte nun endgültig das oberste Ziel sein.

Am Donnerstag (ab 20.15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) wartet Titelanwärter Schweden auf das Team von Bundestrainer Pat Cortina.

"Wenn wir keine Tore schießen, wird es schwierig, ein Spiel zu gewinnen", sagte Kapitän Michael Wolf: "Wir müssen die Scheiben mehr vors Tor bringen und auch mal dreckige Tore schießen."

Die von zahlreichen Fehlern und Unkonzentriertheiten geprägte Begegnung vor 10253 Zuschauern war mit einem Treffer nicht nur die bislang torärmste, sondern wohl auch die langweiligste im bisherigen Turnierverlauf.

Cortina nimmt Wechsel vor

Als Reaktion auf die peinliche Niederlage gegen den Turnierfavoriten Kanada stellte Bundestrainer Cortina im Tor um: Timo Pielmeier ersetzte Dennis Endras und feierte sein WM-Debüt.

Außerdem fand sich Routinier Christoph Ullmann (150 Länderspiele) überraschend nicht im Kader wieder. Für den Mannheimer Meisterstürmer lief der Hamburger Nicolas Krämmer erstmals auf. Die Verteidiger Jens Baxmann und Oliver Mebus durften sich dagegen erneut nicht umziehen.

Switzerland v Germany - 2015 IIHF Ice Hockey World Championship
Timo Pielmeier ist beim Gegentor chancenlos © Getty Images

Die deutschen Spieler zeigten zwar deutlich mehr körperliche Härte als noch gegen Kanada, vor dem Tor waren sie aber erneut nicht gefährlich genug. Zudem schlichen sich bei den Verteidigern wieder einige leichte Fehler ein, obwohl Generalmanager Karl-Heinz Fliegauf zuvor gefordert hatte: "Zurück zu den Basics, einfacher spielen."

Doch auch die mit vier NHL-Profis angetretenen Schweizer, vor zwei Jahren immerhin noch Vize-Weltmeister, enttäuschten ihre Fans auf ganzer Linie. Beide Teams verloren die Scheiben viel zu schnell an den Gegner, die Überzahlspiele waren größtenteils an Harmlosigkeit kaum zu übertreffen.

Pielmeier machte seine Sache allerdings ordentlich und zeigte einige gute Paraden.

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