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Die Kanadier lassen Frankreich bei der WM in Russland keine Chance und machen Deutschlands Viertelfinal-Einzug perfekt. Das DEB-Team sichert am Abend sogar Platz drei.

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat vorzeitig den Einzug ins Viertelfinale der WM in Russland geschafft.

Nach dem 0:4 von Frankreich im Duell mit Titelverteidiger Kanada am Montagnachmittag ist dem Team von Bundestrainer Marco Sturm die Teilnahme an der K.o.-Runde auch rechnerisch nicht mehr zu nehmen. 

Im letzten Vorrundenspiel am Montagabend machte Deutschland schließlich durch den 4:2-Erfolg gegen Ungarn den dritten Platz der Gruppe B perfekt.

Auf die kanadischen NHL-Stars wartet damit zum Gruppenabschluss am Dienstag im Duell mit den ebenso noch verlustpunktfreien Finnen ein echtes Finale um den Sieg in der Vorrunde.

Am Tag zuvor hatte Deutschland überraschend die USA mit 3:2 geschlagen. Als Viertelfinalgegner kommen aus der Gruppe A Gastgeber Russland, Schweden und Tschechien infrage.

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Zuletzt war eine DEB-Auswahl vor fünf Jahren in der Slowakei unter dem damaligen Bundestrainer Uwe Krupp bis ins Viertelfinale vorgestoßen. Bei der Heim-WM 2010 war sogar erst im Halbfinale Endstation gewesen. Im kommenden Jahr ist Deutschland mit Köln erneut WM-Gastgeber.

"Das ist etwas Besonderes, da steckt einem schon der Kloß im Hals", hatte DEB-Präsident Franz Reindl schon nach dem Überraschungssieg gegen die USA über den sehr wahrscheinlichen Viertelfinal-Einzug gesagt. Der Erfolg werde dem deutschen Eishockey "einen totalen Schub" geben. Bundestrainer Sturm sagte: "Ich habe vom ersten Tag der Vorbereitung an gewusst, was in der Mannschaft steckt."

Allerdings musste die DEB-Auwahl am Montag auch einen Rückschlag wegstecken: Torsten Ankert trat wegen einer Oberschenkelvereltzung vorzeitig die Heimreise an.

Der Verteidiger der Kölner Haie, der bis zu sechs Wochen pausieren muss, ist nach NHL-Profi Tobias Rieder und dem Wolfsburger Gerrit Fauser bereits der dritte WM-Ausfall für das Sturm-Team. Außerdem plagt sich der Berliner Constantin Braun seit Tagen mit einer Beinverletzung.

Russland wahrt Chance auf Gruppensieg

Gastgeber Russland hat währenddessen seine Chance auf den Vorrundensieg in der Gruppe A gewahrt. Die Team um Superstar Alexander Owetschkin gewann am Montagnachmittag in Moskau mit 3:0 (0:0, 2:0, 1:0) gegen Norwegen und zog nach dem fünften Sieg in Folge nach Punkten wieder mit Tabellenführer Tschechien (15 Zähler) gleich. 

Das für die Endplatzierung in der Gruppe möglicherweise entscheidende direkte Duell hat Russland jedoch gegen Tschechien mit 0:3 gleich zum WM-Start verloren.

Zudem wartet zum Gruppenabschluss im Weltranglisten-Dritten Schweden (13) ein denkbar unangenehmer Gegner auf die Sbornaja. Die Russen, die Tschechen oder die Schweden werden der Viertelfinal-Gegner für die deutsche Nationalmannschaft.

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