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Franz Reindl ist Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes
Franz Reindl ist Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes © Getty Images

DEB-Präsident Franz Reindl spricht über den Ticketverkauf bei der Eishockey-WM. Auch wenn schon viele Karten verkauft wurden, sei der Weg noch lang.

Für die Eishockey-WM in Köln und Paris (5. bis 21. Mai in Köln und Paris, LIVE im TV auf SPORT1) sind knapp 500.000 Karten verkauft worden. "Unser Ziel sind 600.000", sagte Präsident Franz Reindl vom Deutschen Eishockey-Bund (DEB) am Rande des Kölner Sporttreff: "Der Weg ist noch lang. Wir haben ein gigantisches Budget zu bewältigen - fast ausschließlich aus Zuschauereinnahmen."

25 Millionen Euro beträgt der Etat der WM, die vom DEB und dem französischen Verband gemeinsam ausgerichtet wird. Rund 80 Prozent der Einnahmen sollen aus dem Ticketverkauf erwirtschaftet werden. Während in der Kölner Lanxess Arena (18.500 Plätze) einige Spieltage mit Partien der deutschen Nationalmannschaft bereits so gut wie ausverkauft sind, hinkt Paris noch hinterher. 

"Köln ist prozentual weiter", berichtete Reindl: "In Paris gibt es ein anderes Käuferverhalten, es gibt auch keine Heimmannschaft wie die Haie in Köln. Sie müssen sich den Markt erst erobern, wir sind im Eishockeysport in Deutschland ein bisschen weiter und hinter Fußball die Nummer zwei." Die AccorHotels Arena in Paris-Bercy fasst 14.500 Besucher.

In der französischen Hauptstadt ist dafür das internationale Interesse größer. Für die Spiele in Köln gingen 28 Prozent der Kartenverkäufe ins Ausland, "Tendenz steigend", so Reindl: "In Paris sind es jetzt schon 35 Prozent."

Im Vergleich zur letzten WM in Deutschland, die 2010 in Köln, Mannheim und Gelsenkirchen - mit dem Auftaktspiel in der Schalker Arena - ausgetragen wurde, hat sich das Budget um zehn Millionen Euro erhöht. Damals besuchten 548.768 Zuschauer die Spiele. Den WM-Rekord hält Tschechien mit 741.690 Besuchern 2015 in Prag und Ostrau.

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