Daniel Hopp, Vizepräsident des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) und Gesellschafter des DEL-Klubs Adler Mannheim, will im Kampf um die Sanierung des krisengeplagten DEB die Klubs aus der DEL und der DEL2 eingliedern.

Die Vereine sollten als zahlende und stimmberechtigte Mitglieder in den Verband aufgenommen werden, sagte der 34-Jährige dem "Mannheimer Morgen".

"Wir versprechen maximale Transparenz", sagte Hopp und wies gleichzeitig Kritik der Landesverbände Sachsen-Anhalt und Thüringen zurück, die die Vorgänge als undurchsichtig bezeichnet hatten.

"Wir sind auf das Zutun der Oberligisten und Landesverbände angewiesen, alle müssen ins Boot", forderte Hopp die Mithilfe von allen Seiten.

Die finanzielle Situation des DEB bezeichnete Hopp als "alarmierend". "Wir haben eine Situation vorgefunden, deren Tragweite uns überrascht hat", sagt er.

Das strukturelle Defizit beim DEB betrage jährlich rund 500.000 Euro. Ohne Änderungen und eine nachhaltige Geschäftspolitik sei "2018 der Ofen aus".

Bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung des DEB Anfang November in München hatten sich der DEB und die Landesverbände auf ein überlebenswichtiges Sanierungskonzept verständigt.

Notwendige Satzungsänderungen sollen bei einer erneuten außerordentlichen Versammlung im Frühjahr 2015 verabschiedet werden. "Wir haben die nötigen Beschlüsse auf den Weg gebracht, es geht jetzt sofort los", hatte DEB-Präsident Franz Reindl in München erklärt.

Ehe die Heim-WM 2017 wieder frisches Geld in die Kassen spült (kalkuliert 1,44 Millionen), rechnet der DEB bis dato für die kommenden zwei Jahre mit einem dicken Minus in der Bilanz: 306.400 Euro 2015 und 682.400 Euro 2016.

Nach dem Geschäftsjahr 2014 wird sich ohnehin ein Minus von 400.000 Euro angehäuft haben. Der Verband benötigt ab 2015 jährlich zusätzlich 600.000 Euro, um seine Strategien umsetzen zu können.

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