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Uwe Krupp von den Eisbären Berlin
Uwe Krupp trainiert aktuell die Eisbären Berlin © Getty Images

München - Im Hinblick auf die Heim-WM 2017 sprechen sich ehemalige Nationalspieler für den derzeitigen Coach der Eisbären aus. Dabei ist Pat Cortina noch gar nicht entlassen

Prominente Alt-Internationale haben sich für eine Rückkehr von Uwe Krupp als Eishockey-Bundestrainer ausgesprochen.

"Mit Uwe Krupp hatte die Nationalmannschaft in den letzten Jahren große Erfolge gefeiert. Über seine Qualitäten als Trainer brauchen wir nicht zu diskutieren, und es ist immer positiv, wenn man hinter der Bande ein Aushängeschild stehen hat", sagte Alois Schloder, Bronzemedaillengewinner bei Olympia 1976.

Dass der frühere Stanley-Cup-Sieger bis 2017 die Eisbären Berlin trainiert, ist für den Landshuter kein großes Hindernis: "Eine Doppellösung war zu meiner Zeit gang und gäbe. Wenn sich die Liga darauf einigen kann, wäre Krupp der richtige Mann dafür."

Heim-WM 2017 wirft Schatten voraus

Da in zwei Jahren in Köln wieder eine Heim-WM ansteht, für die Euphorie geschürt werden muss, hält auch Walter Köberle Krupp für die 1A-Lösung. "Es ist wichtig, dass wir wieder einen deutschen Trainer bekommen. Uwe Krupp hat Strahlkraft, und er hatte Erfolg. Die WM 2010 war gigantisch", sagte das Düsseldorfer Eishockey-Idol.

Köberle und auch Dieter Hegen wiesen jedoch darauf hin, dass fähige Nachwuchs- und Co-Trainer dem Bundestrainer bei einer Doppellösung zuarbeiten müssten, "ansonsten geht es mit unserem Nachwuchs weiter bergab", sagte Hegen.

Sollten aber die Rahmenbedingungen passen, würde auch Krupp als Headcoach passen, findet der frühere Stürmerstar: "Die Heim-WM vor fünf Jahren war bärenstark. Deswegen wäre eine Entscheidung für ihn sicher kein Fehler."

Funk gegen Doppellösung

Anders sieht das dagegen Lorenz Funk senior. Eine Doppellösung kann in seinen Augen nicht funktionieren.

"Es wird Interessenkonflikte geben. Und was passiert denn, wenn Krupp in Berlin mal große Schwierigkeiten hat? Dann geht der Zirkus richtig los", sagte der Ex-Nationalspieler: "Das macht überhaupt keinen Sinn. Die sollen einen gescheiten Bundestrainer suchen, der es Vollzeit macht."

DEB-Präsident Franz Reindl will in der nächsten Woche ein Gespräch mit Noch-Bundestrainer Pat Cortina führen. "Wir werden uns so schnell wie möglich zusammensetzen, um über die Vergangenheit und auch über die Zukunft zu reden", sagte Reindl bei SPORT1.

Nach dem bereits feststehenden zehnten Platz bei der WM in Tschechien ist eine Verlängerung des auslaufenden Vertrages so gut wie ausgeschlossen, auch wenn Reindl ließ offen, ob Cortina eine reelle Chance auf einen neuen Vertrag hat.

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