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Marco Sturm, hier im Trikot der Florida Panthers, absolvierte so viele NHL-Spiele wie kein anderer Deutscher
Marco Sturm, hier im Trikot der Florida Panthers, absolvierte so viele NHL-Spiele wie kein anderer Deutscher © Getty Images

Der frühere NHL-Star Marco Sturm soll dem DEB als General Manager wieder auf die Beine helfen. Erste Gespräche laufen bereits. Präsident Franz Reindl spricht über den Stand der Verhandlungen.

Der ehemalige NHL-Profi Marco Sturm soll neuer General Manager im Deutschen Eishockey-Bund (DEB) werden.

Nach Informationen des Fachblatts Eishockey News laufen derzeit Gespräche zwischen DEB-Präsident Franz Reindl und Sturm, der seine langjährige Karriere in der nordamerikanischen Profiliga nach 1006 Spielen Anfang 2014 beendet hatte.

Dort spielte der Stürmer für sechs verschiedene Klubs und kam dabei auf 251 Tore und 258 Assists.

Als General Manager hätte Marco Sturm die Aufgabe, die Angelegenheiten rund um die Nationalmannschaft zu regeln. Diese würden auch Spielerscouting und -akquise umfassen.

Noch unklar ist, wann der gebürtige Dingolfinger seine Arbeit beginnen könnte, da er zunächst seinen Lebensmittelpunkt wieder nach Deutschland verlegen müsste.

"Wir führen aktuell gute Gespräche, und ich gehe davon aus, dass wir zeitnah - vielleicht schon Ende der Woche - ein Ergebnis präsentieren können", sagte Reindl zum Stand der Dinge.

Neben einem General Manager sucht der DEB auch einen neuen Bundestrainer als Nachfolger von Pat Cortina. Dessen nach drei Jahren ausgelaufener Vertrag wurde nach der enttäuschenden WM in Prag mit dem gerade noch vermiedenen Abstieg nicht verlängert.

Der Wunschkandidat Uwe Krupp kommt für den Posten wohl nicht in Frage. Der ehemalige Stanley-Cup-Gewinner wäre zwar angeblich grundsätzlich bereit, das Zepter zu übernehmen, allerdings wird er wegen seines Engagements als Trainer der Eisbären Berlin in Doppelfunktion vermutlich nicht zum Zuge kommen.

Ziel des DEB ist es, bis zur Heim-Weltmeisterschaft 2017 eine schlagkräftige Mannschaft aufs Eis zu bekommen. "Wir suchen eine Lösung konkret für zwei Jahre, um das Nationalteam im Hinblick auf die Heim-WM zu formen", sagte Reindl.

Der DEB will zudem noch einen Bundestrainer Wissenschaft und Ausbildung präsentieren, der vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) finanziert werden soll.

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