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Thomas Greiss sitzt nach einer Verletzung gegen Dänemark nur auf der Bank
Thomas Greiss sitzt nach einer Verletzung gegen Dänemark nur auf der Bank © Getty Images

Thomas Greiss droht nach einem Instagram-Like zu einem Hitler-Vergleich der Olympia-Ausschluss. Noch hält der DEB zu seinem Goalie.

Nach seinen fragwürdigen Instagram-Likes droht Eishockey-Nationaltorwart Thomas Greiss der Ausschluss aus dem deutschen Olympia-Team. "Wer so agiert oder kommuniziert, kann nicht Teammitglied in Pyeongchang sein", teilte Präsident Alfons Hörmann vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) mit.

Hitler-Vergleich geliked

Greiss hatte in einem Post mit einem Vergleich der US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton mit Adolf Hitler ein "Like" gegeben. "Nie verhaftet, nie verurteilt, genauso unschuldig wie Hillary", heißt es in dem Post, der ein Bild Hitlers zeigt.

"Alle Sportler haben eine wichtige Vorbildfunktion in der Öffentlichkeit. Politischer Extremismus hat im Sport schlichtweg nichts zu suchen", erklärte Hörmann weiter: "Gerade die besondere Bedeutung der Werte des Sports für die Olympiamannschaft - unser Team Deutschland - werden wir weiterhin im Sinne von "Null Toleranz" verteidigen. Deshalb wäre ein Beibehalten dieser Kommunikation ein klares Ausschlusskriterium für diesen oder andere Spieler."

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Derzeit ist ein Einsatz von Greiss bei den Olympischen Spielen 2018 eher unwahrscheinlich, weil die NHL ihre Saison nicht unterbrechen will. Der 31-Jährige spielt bei den New York Islanders.

DEB verzichtet noch auf Konsequenzen

Greiss hat sein "Like" mittlerweile wieder zurückgezogen, nachdem er vom Deutschen Eishockey-Bund (DEB) darauf angesprochen worden war. "Wir haben das Gespräch mit Thomas Greiss bezüglich seiner Instagram-Likes gesucht. Thomas Greiss hat die Bilder wieder entliked", teilte der DEB mit.

Der 31-Jährige hatte unter anderem auch unter eine Fotomontage des jetzigen US-Präsidenten Donald Trump mit einem Schwert in der einen und dem abgeschlagenen Kopf von Hillary Clinton in der anderen Hand ein "Gefällt mir" gesetzt.

Der DEB hatte erklärt, das Social-Media-Verhalten seines Torhüters sei ihm "mit Einschränkungen bewusst". Er sei "als Verband politisch neutral und maßt sich daher als öffentliche Institution nicht an, die Meinungsfreiheit der Spieler zu beeinflussen". 

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Beim nächsten Spiel des deutschen Teams gegen Dänemark (Freitag, 20 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) wird Greiss, der mit einer Oberschenkelverltzung zu kämpfen hat, auf der Bank Platz nehmen. Das gab Bundestrainer Marco Sturm am Freitag auf einer Pressekonferenz bekannt.

Zum Instagram-Wirbel um Greiss sagte Sturm: "Ich habe es nicht gesehen, das interessiert mich nicht. Alles, was außerhalb des Eises ist, das ist jedem Spieler selbst überlassen."

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