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Flusha und sein Team beendeten das Jahr mit drei Turniersiegen © DreamHack – Benjamin Cotton

Fnatic und Na’Vi liefern sich ein nervenzerfetzendes Finale der ESEA Pro League - über die volle Distanz. Die Schweden kassieren kräftig ab, auch weil GuardiaN schwächelt.

Von Marco Gnyp

Mit dem Triumph bei den ESL ESEA Pro League Season 2 Finals dürfen sich die Schweden von Fnatic noch einmal über 100.000 US-Dollar und den dritten Turniersieg in Folge freuen.

Na’Vi versagen die Nerven

Der Start ins Endspiel auf Inferno darf sicherlich als seltsam bezeichnet werden. Die ersten vier Runden gingen abwechselnd an Fnatic und Na’Vi, ehe die Ukrainer elf der folgenden zwölf Runden inklusive der First-Round der zweiten Hälfte gewannen. Vor allem flamie überzeugte dabei.

Die Führung von 13:3 konnten sie aber nicht in einen Map-Gewinn ummünzen.  Sinnbildlich für den Verlust der Map war auch, dass das in Team in der dritten Runde sich nicht einig war, ob eine Economy-Round gespielt wird oder nicht. In der zweiten Hälfte konnte lediglich Eward sein Potential abrufen. Der Rest des Teams blieb unter seinen Möglichkeiten. Fnatic gewann 13 der 14 verbleibenden Runden und ging mit einem knappen 16:14 in Führung. Na’Vi verlor dabei mehrere Runden aufgrund der Tatsache, dass ihnen auf der T-Seite die Zeit abgelaufen war.

GuardiaN zeigte in Burbank nicht seine beste Leistung © ESL – Patrick Strack

Ein ähnliches Ende konnten die Zuschauer auch auf Dust 2 erleben. Fnatic ging rasch mit 7:1 in Führung, verlor anschließend gegen Ende der ersten und Anfang der zweiten Hälfte aber viele Runden. Na’Vi war dem Sieg näher, doch am Ende triumphierte erneut Fnatic mit 16:14. Vor allem flusha, der Shot-Caller von Fnatic, überzeugte mit starken Plays auf A-Lang.

Die Ukrainer geben sich nicht geschlagen

Mirage startete mit einem schnellen 3:0 für die Schweden. Nach den zwei knappen Siegen auf Inferno und Dust 2 schien das Momentum klar auf Seiten von Fnatic zu sein. Fast schon auf wundersame Art und Weise gewann Na’Vi die restlichen zwölf Runden der ersten Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel stand Fnatic kurz davor, die Pistol zu gewinnen. GuardiaN, der insgesamt nicht seinen besten Tag hatte, gelangen vier Frags und damit noch das Comeback für Na'Vi.
Nur wenige Runden später stellte Na'Vi mit einem klaren 16:6 auf Mirage den Anschluss im Best-of-Five her.

Auf der vierten Map Train startete Fnatic erneut besser ins Spiel und gewann die erste Hälfte mit 10:5. Die Ukrainer holten auf und ärgerten die Schweden mit vielen Fakes. Fnatic schnappte sich die Führung anschließend wieder zurück. Am Ende stand das dritte 16:14 auf dem Scoreboard, dieses Mal aber für Na’Vi.

Vor der entscheidenden Map Cobblestone war das Momentum klar auf Seiten von Natus Vincere. Die Schweden von Fnatic zeigten aber, warum sie in den vergangenen Wochen seit der Addition von dennis nicht zu schlagen waren. Mit 16:6 fertigten sie ihre Kontrahenten nach vier langen Maps ab. Damit sicherten sich den Turniersieg und 100.000 US-Dollar Preisgeld. Die Spieler von Natus Vincere dürfen sich über 60.000 US-Dollar freuen.

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