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Anil „cLy“ Gülec erhielt 2014 einen VAC-Bann

Ein Datenbankfehler der ESL-Website suggerierte in der vergangenen Woche, dass cLy sein Comeback feiern könnte.

Von Mirko Zaake

In jeder Sportart, bei welcher es um größere Geldbeträge geht, versuchen sich immer wieder Spieler oder Teams einen unerlaubten Vorteil zu verschaffen. Die CS:GO-Szene war geprägt von Verwirrung, als Spieler wie KQLY, SF und cLy offenbar nicht mehr von der ESL gesperrt waren. Die Spieler wurden zuvor als Cheater überführt.

Datenbankfehler sorgt für Verwirrung

Es handelte sich um einen Fehler seitens der ESL, denn die betroffenen Spieler sind weiterhin nicht für Turniere zugelassen. Und selbst, wenn dem so wäre: Die Steam-Konten von cLy und Co. wurden mit VAC-Sperren belegt, welche nicht verjähren.

cLy darf eventuell wieder in ESL-Turnieren spielen, die nicht zusammen mit Valve ausgerichtet werden. Es handelt sich dabei jedoch lediglich um kleine Wettkämpfe, auf die sich wohl kaum ein Team fokussieren möchte. Dass der Deutschtürke demnächst also von jemandem verpflichtet wird, ist unwahrscheinlich.

Das Cheater-Problem

Cheating ist das Damoklesschwert, welches seit geraumer Zeit über der CS:GO-Szene schwebt. Im November 2014 wurden zwei Profi-Teams vom damaligen Major-Turnier, der DreamHack Winter, disqualifiziert, weil unmittelbar vor dem Event einige ihrer Spieler vom Valve Anti Cheat-System gesperrt wurden.

Die Schummler, die 2014 ertappt wurden, waren SF, KQLY, smn und cLy. Sie sollten jedoch nur die Spitze des Eisbergs sein.

Vermeintliche Insider aus der Coding-Szene behaupteten, dass das Ausmaß des Cheating-Skandals weitaus größer sei, als durch die VAC-Sperren öffentlich kommuniziert wurde. Seitdem ist die Ungewissheit nie verschwunden, dass einige der professionellen Spieler auch heute noch auf Cheats setzen könnten.

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Coder, die Premium-Hacks unter die Leute bringen, sollen sich dabei außerdem eine goldene Nase verdienen. Gerüchten zufolge kosten die verlässlichsten Cheats bis zu 1.000 Euro.

Turnierorganisatoren wie die ESL setzen deshalb auch auf Maßnahmen, die Schummlern das Leben schwer machen sollen. USB-Sticks, über die man Cheats auf Event-PCs laden könnte, sind auf den Bühnen nicht erlaubt und auch ihrer Handys müssen sich die Athleten während der Matches entledigen. Ob all das tatsächlich Cheating unterbindet, ist jedoch unklar.

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