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KuroKy (l.) und XBOCT scherzten bei der WCA 2015 © Twitter - @MalystryxGDS

Bei der WCA 2015 sprach SPORT1 mit Dota 2-Spieler Kuro "KuroKy" Salehi Takhasomi über das Jahr 2015 sowie seine Zeit und Erfahrungen bei Team Liquid.

Von Marco Gnyp

KuroKy ist mit erspielten Preisgeldern von über einer halben Million Euro der erfolgreichste deutsche eSportler. Nach dem dritten Platz in Yinchuan reflektiert der 23-Jährige das aktuelle Jahr.

SPORT1: Kuroky, du hast bei der World Cyber Arena 2015 mit Team Liquid den dritten Platz erreicht. Wie fällt dein Fazit für dieses letzte große Event des Jahres aus?

KuroKy: Im Großen und Ganzen haben wir uns mehr erhofft für das Turnier. Ein dritter Platz ist aber auch okay.

SPORT1: Lass uns über das Jahr 2015 als Ganzes sprechen. Wie würdest du es - sportlich gesehen - einstufen?

KuroKy: Dieses Jahr war an sich relativ erfolgreich für mich. Ich konnte einige Turniere mitnehmen und mehrere hohe Platzierungen erzielen. Generell würde ich sagen, dass ich zufrieden und glücklich bin mit dem Jahr 2015.

SPORT1: Gab es für dich einen Moment, der im Vergleich zum Rest deutlich herausstach?

KuroKy: Das ist sehr schwer zu sagen. Es gab viele große Momente, aber darunter ist jetzt kein besonderer gewesen.

SPORT1: Du bist noch nicht lange bei Team Liquid. Wie würdest du zu diesem Zeitpunkt auf die kurze Zeit im Lineup blicken?

KuroKy: Das Team besteht aus relativ neuen Spielern, die auch unerfahrener sind als beispielsweise Veteranen. Es sind teilweise Neulinge, die mit der Szene bisher nicht viel zu tun hatten. Für mich ist das eine sehr erfüllende und schöne Erfahrung. Es erfordert zwar viel Arbeit, aber es macht mir Spaß.

SPORT1: Du bist also eine Art Stützpfeiler, der den jüngeren Mitgliedern des Teams ein Beispiel ist und ihnen zeigt, wie das Ganze funktioniert?

KuroKy: Im Grunde genommen würde ich das so sagen.

SPORT1: Wie haben sich deiner Meinung nach deine Mitspieler in der kurzen Zeit bis jetzt entwickelt?

KuroKy: Die Entwicklung verläuft meiner Meinung nach an sich gut, aber alle guten Dinge benötigen natürlich auch eine gewisse Zeit. Ich denke, dass wir auf einem guten Weg sind. Es reicht aktuell zwar noch nicht, um konstant und regelmäßig Turniere zu gewinnen, aber der Progress ist ziemlich gut.

KuroKy bei der World Cyber Arena 2015 in Yinchuan © Freaks 4U Gaming

SPORT1: Wie haben dir die Entwicklungen am Spiel selbst in diesem Jahr gefallen? Gibt es Dinge, die du vielleicht lieber ändern würdest?

KuroKy: Ich bin eigentlich zufrieden. Mir ist das an sich recht egal, ich spiele einfach das Spiel und versuche, professionell zu bleiben. Ich bin hier, um zu gewinnen. Wenn gepatcht wird und sich das Spiel verändert, dann muss man sich darauf einstellen und anpassen, so gut es geht. Das ist meine Vorgehensweise.

SPORT1: Hast du dir vielleicht schon überlegt, was du dir vom Jahr 2016 erhoffst?

KuroKy: Die eSports-Szene ist sehr spontan. Man weiß nie so wirklich, was in den Monaten danach passieren wird. Man gibt sein Bestes und sieht mit der Zeit, wofür es reicht.

SPORT1: Hast du Vorsätze für das kommende Jahr oder dir irgendetwas vorgenommen, das du unbedingt erreichen möchtest?

KuroKy: Ich denke nicht wirklich an Vorsätze. Ich lebe einfach und wenn das Jahr zu Ende ist, dann ist es so. (lacht)

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