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Vor der Weltmeisterschaft werden einige Karten verändert! © Blizzard/SPORT1

Es kommt öfter vor, dass Blizzard bestimmte Karten in Hearthstone für zu stark befindet. Einen Monat vor der Blizzcon werden gleich 7 Karten verändert.

Von Luka Ziegler

In knapp einem Monat findet die Hearthstone Weltmeisterschaft auf der Blizzcon in Anaheim statt. Mit dem Release der Erweiterung Whisper of the Old Gods und dem Soloabenteuer One Night in Karazhan ergaben sich zahlreiche neue Deckmöglichkeiten. Blizzard hat das Metagame im Jahr 2016 genauer betrachtet und sich entschieden, diverse Karten zu verändern um so die Balance im Spiel aufrecht zu erhalten.

"Um Hearthstone weiterhin Dynamik zu verleihen, müssen wir uns der Stärke unserer Karten aus den Basis- und Klassiksets stets bewusst sein. Und nachdem diese Karten nicht wie bestimmte Sets aus Erweiterungen oder Abenteuern jährlich für Spieler des Standardformats aussortiert werden, ist es für das gesamte Spiel sehr wichtig, immer ein Auge auf sie zu haben. In einem kommenden Update werden wir einige Änderungen an Karten aus den Basis- und Klassiksets machen sowie an einigen Karten, die für unsere Spieler das aktuelle Meta des Spiels etwas zu stark beeinflusst haben", heißt es offiziell von Blizzard.

Die Änderungen sollen vor allem im Hinblick auf die Weltmeisterschaft auf der Blizzcon für mehr Ausgeglichenheit sorgen.

Schamanen-Keycards verlieren an Value

Der Schamane erhält gleich zwei Veränderungen seiner Klassenkarten. Sowohl die Rockbiter-Weapon, als auch der Tuskar Totemic werden verändert.

Der Schamane verliert durch den Nerf etwas an Tempo © Blizzard/SPORT1

Rockbiter-Weapon war für jeden Kontrahenten stets eine sehr unangenehme Karte. Im Early-Game lässt sich mit ihr leicht das Board clearen, im Mid-Game konnte man mit ihr große Minions vom Feld nehmen und im Late-Game gibt sie der eigenen Waffe, wie dem Doomhammer, oder großen Minions das Potenzial mit Burst-Damage das Spiel zu beenden. Die Erhöhung der Manakosten von einem auf zwei Mana schränkt die Möglichkeiten etwas ein.

Der Tuskar Totemic gehört zu den stärksten Three-Drops im Spiel, zumindest bis jetzt. Mit etwas Glück erhielt man nämlich ein Flametongue- oder Mana-Tide-Totem, oder sogar einen Totem-Golem. So ist der Tuskar im Prinzip eine Drei-Mana-Karte, mit dem Wert von sechs Mana.

In vielen Mash-Ups konnte die Karte bereits das Spiel entscheiden, da der Tuskar entscheidende Kontrolle über das Bord geben kann. Statt aller im Spiel vorhandenen Totems, beschwört der Tuskar jetzt nur noch Basis-Totems. Das macht die Karte immer noch spielbar, nimmt ihr aber etwas an Value.

Call of the Wild kriegt eine faire Anpassung

Der Spell Call of the Wild macht Hunter vor allem im Late-Game extrem stark und kann in vielen Match-Ups die Win-Condition im Deck sein. Vor allem in zwei aufeinander folgenden Zügen, in Turn acht und neun, konnte Call of the Wild oft als Finisher genutzt werden. Betrachtet man die Karte aus rein mathematischer Sicht, so ist sie zu stark. Animal Companion kostet drei Mana und beschwört einen zufälligen der Tierbegleiter.

Call of the Wild kriegt eine faire Anpassung. © Blizzard/SPORT1

Call of the Wild kostet acht Mana, das heißt ein Mana weniger als der Value von drei Versionen von Animal Companion. Dementsprechend ist der Nerf gerechtfertigt und die Karte wird trotzdem in Hunter-Decks weiter gespielt werden. Wahrscheinlich jedoch nicht mehr zwei Versionen in einem Deck. Zusätzlich könnte Medivh in Turn acht gespielt werden und anschließend Call of the Wild, um das Potential zu vergrößern.

Krieger: OTK-Decks sterben aus

Der Krieger gehört zu den Klassen mit den meisten Removal-Spells. Egal ob Shieldslam, Bash, Slam, Revenge oder Brawl - all diese Spells bieten Möglichkeiten um gegnerische Minions zu entfernen. Execute gehört zu den beliebtesten Removals. Ihre Anpassung auf zwei Mana ist durchaus vertretbar und wird die Häufigkeit in Krieger-Decks in keinster Weise beeinträchtigen.

Bitter für den Krieger: Execute wird teurer, OTK-Decks sterben aus! © Blizzard/SPORT1

Durch die Veränderung von Charge wird es in Zukunft keine One-Turn-Kill (OTK) Decks mehr geben. Dazu zählten der Worgen oder seit dem neusten Soloabenteuer auch der Arcane Giant als OTK-Deck-Variante. Da man nun keine Helden mehr direkt angreifen kann, wird Charge wohl in keinem Deck mehr gespielt werden.

Aggro-Decks kriegen minimale Schwächung

Egal ob im Zoolock, Hunter oder Aggrodin - der Abusive Sergeant war der Allrounder in Aggro-Decks. Ähnlich wie der Lepra-Gnom erhält auch nun der Sergeant einen kleinen Nerf.

Der Abusive Sergeant erhält die gleiche Anpassung wie der Lepra-Gnom © Blizzard/SPORT1

"Aggressive Decks sind derzeit stärker als uns lieb ist, und Ruchloser Unteroffizier ist in so gut wie allen von ihnen vorhanden. Dass Ruchloser Unteroffizier für Spieler verfügbar ist, die auf viele Diener setzen, finden wir gut, allerdings sollten neutrale Karten aus dem Basisset etwas eingeschränkter sein, sodass sie nicht in allzu vielen verschiedenen Decks auftauchen. Wir machen aus Ruchloser Unteroffizier eine Karte mit den Werten 1/1, um den Kampfschrei der Karte in den Vordergrund zu rücken. So sollte die Karte nicht mehr als sinnvolle Option für den ersten Zug aller aggressiven Decks funktionieren", begründet Blizzard die Änderung.

Das Ende von Yogg-Saron

Eine der beliebtesten Karten seit dem Release von Whisper of the Old Gods war Yogg-Saron. Die Karte wurde in vielen spell-lastigen Decks als Notfallplan oder Win-Condition verwendet. Jetzt erhält Yogg entscheidende Veränderungen, die vor allem im Hinblick auf die Weltmeisterschaft durchgeführt wurden.

"Zwar ist Yogg für beinahe alle Klassen relativ schwach, für drei Decks – Tempomagier und Token- sowie Malygos-Druide – ist seine Stärke aber leicht über dem Durchschnitt. Wir wollten ihn nicht zu sehr abschwächen, um den Spaß, den Yogg vielen Spielern bereitet, nicht zu verderben. Yogg-Saron wird jetzt keine Zauber mehr wirken, wenn er während seines Kampfschreis zerstört, zum Schweigen gebracht, verwandelt wird oder in die Hand seines Besitzers zurückkehrt. Wir haben vieles versucht und finden, dass diese Abschwächung signifikant genug ist, um ihn gerade in Turnieren seltener zu sehen und dabei den Reiz der Karte für Spieler, die Yogg lieben, zu erhalten", heißt es von Blizzard.

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