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Maurice „Amazing“ Stückenschneider © Riot Games

Berlin - Die Weltmeisterschaft in League of Legends mündete am Samstag im Finale zwischen den KOO Tigers und SK Telecom T1. Maurice „Amazing“ Stückenschneider blieb das Heimspiel in der Mercedes-Benz Arena knapp verwehrt.

Von Johannes Gorzel

Insgesamt 16 Teams reisten zum ersten Stopp der Weltmeisterschaft nach Paris, drei von ihnen aus der europäischen LCS. Mit von der Partie waren auch Origen und der einzige Deutsche Amazing.

Das kuriose dabei: Origen gab es vor einem Jahr noch gar nicht. Der LCS-Veteran Enrique „xPeke“ Cedeño Martínez gründete das Team im Dezember letzten Jahres und bestritt mit ihnen im Rahmen der Frühlingssaison noch Matches in der zweiten europäischen Liga, der Challenger Series.

Origens Spieler und ihr damaliger Coach Titus Hafner (l.) nach der Qualifikation für die WM. © Riot Games

Erst im Sommer durften Amazing und Co. nach ihrem Aufstieg dann die LCS unsicher machen. Auf Anhieb gelang es dem Deutschen und seinen Teamkollegen, das Finale zu erreichen. Dort wussten sie gegen Fnatic sogar Karten zu gewinnen - das ist an den vorangegangenen 19 Spieltagen keinem anderen Team gelungen.

Auch bei der Weltmeisterschaft übertraf Origen die Erwartungen: Als junges europäisches Team dominierte man die Hinrunde der Gruppenphase, in der man auf das vermeintlich stärkste Team aus China sowie Repräsentanten aus Südkorea und Nordamerika traf.

Origen legte furiosen Start hin

Mit drei Siegen aus drei Spielen führten der deutsche Jungler und seine Kollegen die Gruppe an. Um ihr Weiterkommen im Verlauf der Rückrunde zu garantieren, galt es lediglich ein weiteres Match zu gewinnen und auch das schaffte Origen. Das Team marschierte auch schleunigst durch das Viertelfinale gegen die Flash Wolves aus Taiwan.

Origen galt während der Partien in Paris, London und Brüssel als einer der Publikumslieblinge © Riot Games

Doch im Halbfinale war dann Schluss. „Der Jungle-Champion Gragas wurde nach dem Viertelfinale für den Rest des Turniers aufgrund eines Bugs gesperrt.Diese Schwächung durch den Verlust  des für Amazing so wichtigen Champions war nicht auszugleichen.“, so Maxim Markow, Kommentator des Events.

Für Amazing selbst stand dieses Jahr im Zeichen der Rückkehr nach Deutschland. Im vergangenen Jahr stand er noch im Aufgebot der nordamerikanischen Organisation Team SoloMid.Dort scheiterte er allerdings im Viertelfinale der Weltmeisterschaft gegen den späteren Turniersieger Samsung White.

Amazings Erwartungen übertroffen

Durch die Niederlage verpasste er seine eigenen hohen Erwartungen, das Halbfinale zu erreichen. Nicht einmal er selbst hätte gedacht, dass ihm das Nachholen dieses Meilensteins so schnell mit Origen gelingen sollte. In einem Interview verriet Amazing im Juli, dass man mit Origen vorerst lediglich die Teilnahme an der WM für realistisch halten solle. 

Das letzte Mal, dass es ein deutscher League of Legends-Spieler so weit schaffte, war bei der Weltmeisterschaft 2012, als Peter „yellowpete“ Wüppen zusammen mit dem legendären Squad von Counter Logic Gaming.EU im Halbfinale gegen Azubu Frost antrat.

Die letzte deutsche Finalteilnahme war bei der ersten League of Legends-Weltmeisterschaft im Jahr 2011, als Manuel „LaMiaZeaLoT“ Mildenberger und Peter „Mellisan“ Meisrimel zusammen mit Fnatic gegen aAa rund um Maik „MoMa“ Wallus gewannen.

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