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Kevin „kev1n“ Rubiszewski spielte in der Frühlingssaison lediglich für zwei Wochen aktiv bei Elements © Riot Games

Kevin „kev1n“ Rubiszewski blickt auf zahlreiche Erfolge in League of Legends zurück. Aktuell ist er jedoch inaktiv. Ob der Top-Laner noch einmal in die LCS zurückkehrt, weiß er selbst noch nicht.

Von Johannes Gorzel

Als kev1n die Weltmeisterschaft betrachtete, malte er sich aus, zumindest in der Gruppenphase auch noch mithalten zu können: „Ich muss zwar zugeben, dass ich an das individuelle Niveau von dem einen oder anderen nicht mehr anknüpfen könnte, doch das ist heutzutage auch gar nicht mehr so wichtig.“

"Müsste mein Leben umstellen"

„Ich denke, dass man durch die Erfahrung bezüglich des Team-Plays und der Mentalität als alter Hase einen großen Vorteil hat“, behauptet er. „Der Wiedereinstieg in die LCS wird für mich eher dadurch gehemmt, dass ich mein Leben dafür wieder umstellen müsste.“

Kevin „kev1n“ Rubiszewski beim Meet and Greet für VIP-Ticketkäufer © Freaks 4U Gaming

Seitdem die LCS in Berlin ausgetragen wird, kommen auf kev1n organisatorische Probleme zu: „Als LCS-Spieler musst du täglich im Teamhaus trainieren. Ich wohne mit Freundin und Katzen in der Nähe von Köln und weiß nicht, ob ich das für die Dauer von zwei Saisons aufgeben möchte.“
Aktuell ist der Top-Laner damit beschäftigt, einen YouTube-Kanal zu führen, auf dem er sich beim Spielen zeigt. „Dabei sehe ich konstant steigende Abonnentenzahlen und weiß, woran ich bin. Vielleicht bleibe ich erstmal dabei“, sagt er über seinen aktuellen Plan.

"Es freut mich, dass wir als Sportler gesehen werden"

Der Hype um die Weltmeisterschaft, welche er beim deutschen Public Viewing und auch in den Medien mitbekam, macht das Spielerdasein für den Deuschen jedoch wieder attraktiv. „Es freut mich, dass wir inzwischen als richtige Sportler gesehen werden.“

„Das ist auch richtig so! Viele Leute möchten das nicht wahr haben, aber der eSport rund um League of Legends teilt so viele Gemeinsamkeiten mit anderen Sportarten. Das beginnt bei der Struktur der Teams und endet bei den Faktoren, die Athleten gut machen.“

Als Beispiel nennt er, dass nur die besten Spieler ihre Positionierung in Teamkämpfen optimieren können: „Das ist vergleichbar mit Aufstellungen im Fußball oder im Basketball. Wenn du zum Beispiel in League of Legends eine Rolle einnimmst, welche hauptsächlich Schaden austeilt, dann versuchst du dich immer von gegnerischen Champions fernzuhalten.“ Was so banal klingt, erfordert jedoch viel Übung und Talent. Ähnlich wie beim Fußball.

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