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Nico Linke (M.) mit seinen Kollegen Maxim Markow (l.) und Maurice Lange © Freaks 4U Gaming

Auch für Season 6 stehen bei League of Legends einige Neuerungen an. Nico "Sola" Linke erklärt sie - und freut sich über die Aufwertung der AD-Carrys. Die Grünen Wards sind passe.

Von Johannes Gorzel

In League of Legends gibt es zum Start jeder Saison eine neue Spielversion, die weitreichende Änderungen mit sich bringt. Diesmal wird sich einiges für AD-Carrys ändern. Auch die Spieler auf anderen Positionen dürfen jedoch gespannt sein.

Nico "Sola" Linke, Kommentator der deutschen LCS-Übertragung und bekennender AD-Carry, verriet uns seine Meinung zu den Neuerungen.

AD-Carrys gewinnen an Bedeutsamkeit

Die wohl größte und auch spannendste Änderung ist die Überarbeitung einiger AD-Carry-Champions und ihrer Items. "Früher fühlte es sich immer gleich an, als ADC zu spielen", so Sola. "Man baute meist einheitliche Items auch der Spielstil unterschied sich nicht."

Das soll sich ändern: "Die Fähigkeiten der ADCs wurden teilweise neu erfunden und bieten viel Abwechslung. Beispielsweise ähneln die Auto-Attacks von Graves bald seinem alten Q und Kog’Maw wird dazu in der Lage sein, die Grenze für Angriffsgeschwindigkeit zu überschreiten."

Gu “Imp” Seung-bin und seine ADC-Kollegen dürfen sich freuen © Riot Games

Daraus und aus den neuen ADC-Items, die anstatt von simplen Werten nun auch mehr Bonus-Effekte haben, entsteht eine wahre Vielfalt. "Wenn ich gegen einen Gegner spiele, kann ich zukünftig seinen Item-Build analysieren und diesen selbst kontern - dazu waren ADCs vorher nicht wirklich fähig. Endlich hat der Einheitsbrei ein Ende."

Abwechslung bei den Masteries

Mehr Vielfalt - das ist auch das Motto beim neuen Mastery-System. "Früher hat man bei jeder Rolle eine Standard-Mastery-Einstellung gehabt, wobei vielleicht mal ein Punkt geändert wurde", erklärt Sola.

Während die Masteries also vorher eine einheitliche Konstante darstellten, werden Profi-Spieler bald zweimal überlegen müssen, bevor sie sich vor einem Match für ihre Einstellung entscheiden. Schließlich gilt es, den Kontrahenten mit Kontern entgegenzutreten.

Ein neues Spiel um Vision

In der kommenden Saison wird es außerdem keine grünen Wards mehr geben. Stattdessen werden Supporter mit ihren Start-Items die Möglichkeit haben, für Vision zu sorgen. Jungler griffen bereits in diesem Jahr oft auf den Sightstone zurück – das wird nun wohl zum Muss.

Dyrus über die Isolation seiner Position: „Ich will doch nur LoL spielen“ © Riot Games

"Das Meta-Game der Top- und Mid-Lane könnte durch die Änderungen an Wards erschüttert werden", meint Sola. "Bald geht es vielleicht darum, mobile oder besonders sichere Champions zu trainieren. Schließlich kann man ohne grüne Wards anfangs nicht mehr alle Ganks vorhersehen."

Die Karte wird balanciert

Last but not least wird die Karte von League of Legends zukünftig über ein neues Objective verfügen. Das Baron-Pit war bislang bis zur 20-Minuten-Marke unbewohnt. Nun soll dort für diese Zeit ein neues Monster hausen. 

Da es bald also auch auf der Top-Seite der Karte einen Buff zu holen gibt, geht man davon aus, dass die Spieler dort nicht mehr so isoliert vom Rest des Geschehens sein werden.

"Wir wissen noch nichts Genaues aber wahrscheinlich wird nur ein Spieler den Buff von diesem neuen Objective erhalten. Das könnte die Häufigkeit von Lane-Swaps beeinflussen. Ich habe jedoch noch keine Ahnung, in welche Richtung", offenbart Sola.

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