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Niklas “NiksDa” Kolorz beim Meet and Greet mit seinen Fans. © Freaks 4U Gaming

Berlin - Das größte deutsche Public Viewing zur League of Legends-Weltmeisterschaft zog mehr als 3.000 Besucher in die Berlin Arena. Niklas „NiksDa“ Kolorz offenbart allerdings, dass dieses Event vor zwei Monaten noch reinen Hirngespinsten glich.

Von Johannes Gorzel

Gut einen Kilometer entfernt von der Berliner Mercedes-Benz-Arena fand dieses Wochenende „The Main“ statt, jene Show die Niklas Kolorz und seine Kollegen von Summoner’s Inn ausrichteten. Von dort aus produzierten sie die deutsche Übertragung des WM-Finales.

Ins Rollen kam das Projekt, durch das unglaubliche Interesse der Community. Als Riot bekannt gab, dass das so erfolgreiche internationale Kommentatoren-Team auch in der Mercedes-Benz-Arena zum Einsatz kommt, gierte die deutsche Community nach einem Event mit ihren Idolen.

Nach 4 Minuten VIP-Tickets ausverkauft

Obwohl die Zeit knapp war, schlug man letztlich nur wenige hundert Meter von der Mercedes-Benz Arena seine Zelte auf. In der Arena Berlin, auf der anderen Seite der Spree, entstand „The Main“.

Nach dem großen Zuspruch der Fans war es nicht überraschend, dass die 3.000 verfügbaren Tickets bereits nach einem Tag vergriffen waren. „Wir haben auch einhundert VIP-Tickets angeboten – die waren bereits nach vier Minuten weg! Als ich das erfuhr, war ich von der grandiosen Resonanz überwältigt“, so Kolorz.

Beeindruckende Qualitäten der Profispieler

Das große Interesse ist für Kolorz längst überfällig. „Es ist wichtig, dass eSport als tatsächlicher Sport akzeptiert wird. Beispielsweise war des Öfteren die Vergabe von Visa für Athleten ein Knackpunkt“, kennt er eines der Probleme. „Außerdem werden, gerade in Deutschland, Videospiele von Vielen verpönt. Wenn sich die Kritiker jedoch einmal mit dem eSport beschäftigen, dann habe ich die Hoffnung, dass sie die Komplexität des Wettkampfes und die beeindruckenden Qualitäten der Profispielern verstehen.“

Kolorz schaut inzwischen genauso gerne eSport-Matches wie früher Fußball. „Der Entertainment-Faktor bei der LCS oder auch bei der LoL-WM sind für mich inzwischen dem bei der Champions League überlegen“, behauptet er als selbstbekennender Fußballfan.

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