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PowerOfEvil spielt nun für Origen in der Mid-Lane © ESL – Patrick Strack

PowerOfEvil wird inzwischen auch in Europa zur Top 3 gezählt. Im SPORT1-Interview spricht er über sein Jahr 2015.

Von Johannes Gorzel

Tristan "PowerOfEvil" Schrage blickt im SPORT1-Interview auf das Jahr 2015 zurück. In den letzten zwölf Monaten entwickelte sich der deutsche Mid-Laner vom unbekannten Syndra-Main zum international respektierten Super-Star.

SPORT1: Wie würdest du 2015 in dein bisheriges Leben einordnen? Mit welchen Emotionen blickst du auf die Zeit mit Origen und Unicorns of Love zurück?

PowerOfEvil: Es war das aufregendste Jahr meines Lebens. Im Sommer 2014 fing es an, als ich mit Ninjas in Pyjamas die DreamHack besuchte - das war mein allererstes Offline-Event. Für mich begann zu diesem Zeitpunkt ein Abenteuer.

SPORT1: Rückblickend hätte es doch kaum besser für dich laufen können. Würdest du deinem früheren Ich gerne an einigen Stellen im letzten Jahr einen Rat geben, wenn du könntest?

PowerOfEvil: Das einzige, was ein bisschen schade war, war die misslungene Qualifikation für die Worlds – ein Rat hätte damals aber wohl kaum geholfen. Rückblickend bin ich aber sehr froh über das, was ich in diesem Jahr erreicht habe.

SPORT1: Was war für dich das größte gemeinsame Highlight mit Unicorns of Love?

PowerOfEvil: Abgesehen vom zweiten Platz im Spring Split war die IEM San Jose Ende 2014 ein großer Meilenstein. Uns fehlte jegliche LCS-Erfahrung und wir schafften es im internationalen Wettbewerb direkt ins Finale. Außerdem war die Qualifikation für die LCS ein riesiger Sprung für uns.

SPORT1: Wo liegt für dich im kommenden Jahr die Messlatte? Du bist nun bei Origen – einem Team, dass bei der WM die Top 4 unsicher machte und vor kurzem mit dir zusammen die IEM San Jose gewann.

PowerOfEvil: Ich möchte den Spring Split gewinnen und mich fürs Mid-Season Invitational qualifizieren. Wie jeder andere Spieler hege ich zudem den Wunsch, mit meinem Team zu den Worlds zu fahren. Da muss ich erstmal hinkommen – dann sehen wir weiter.

SPORT1: Wo siehst du Origen aktuell im Teilnehmerfeld der kommenden LCS-Saison? Die Off-Season hielt ja einige Änderungen für uns bereit.

PowerOfEvil: Das ist sehr schwer zu sagen. Ich denke, dass alles davon abhängen wird, welche Teams sich an die großen Veränderungen im Meta schneller anpassen – nicht nur individuell, sondern auch in Zusammenarbeit. Das wird sich in den ersten Wochen zeigen. Das ist aktuell schwer zu beurteilen, weil bis zur LCS noch ein oder zwei Patches kommen werden.

Ich sehe für Origen allerdings den Vorteil, dass bei uns die meisten Spieler schon recht lange zusammen gespielt haben. Dadurch wird der Start in die neue Saison effizienter – andere Teams werden sich noch mit grundlegenden Prinzipien ihrer Kommunikation auseinandersetzen, während wir bei unseren Diskussionen schon viel weiter sind.

SPORT1: Hast du die Intel Extreme Masters in Köln verfolgt? Das neue Fnatic hatte ein Debüt zusammen mit Noxiak. Was denkst du über seine Leistungen?

PowerOfEvil: Noxiak ist von seinen Mechanics her schon auf dem Level eines LCS-Spielers. Ob er allerdings auch in Sachen Shot-Calling und Decision-Making so weit ist, kann ich nicht beurteilen, weil wir nie zusammen spielten. Ich kenne ihn ein bisschen als Person und denke, dass er mit etwas mehr Erfahrung bei Fnatic ein sehr starker Support werden kann.

SPORT1: Was ist dein Vorsatz für das kommende Jahr?

PowerOfEvil: Ich möchte bei Origen einfach so viel Erfahrung sammeln wie möglich und weiter als Spieler wachsen. Perfekt würde es dann noch, wenn ich zu den Worlds fahren kann.

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