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LeBlanc zählt zu den gefährlichsten Mage-Assassins © Riot Games

Mit 5.22 nerfte Riot viele AP-Items. Dadurch änderte sich der Pool der beliebten Mid-Laner. Corki könnte deswegen ein Comeback in der Solo-Lane sehen.

Von Marco Gnyp

Gleichzeitig etablierte sich das Support-Item "Frost Queen’s Claim" als Option für Spieler in der Mid-Lane.

Support-Item wird zweckentfremdet

Nachdem in Season 5 eine gewisse Zeit lang Top-Laner den Summoner Spell Smite nahmen und daraufhin stets auf eines der Jungle-Items setzten, verirrte sich nun in der Pre-Season ein Support-Item in die Mid-Lane: Frost Queen’s Claim.
Mit dem 2200 Gold teuren Item erhalten Mid-Laner, die auf AP setzen, alles, was sie benötigen. Neben 50 Ability Power, 10% Cooldown Reduction und etwas Manaregeneration ist es möglich, alle 60 Sekunden zwei Geister zu beschwören. Diese suchen sich zwei Gegner in der Nähe, verlangsamen diese und machen sie für einen Moment sichtbar.

Zusätzlich erhält der Spieler mit Spells und Autoattacks auf den Gegner 15 Gold pro Hit – bis zu drei Mal in 30 Sekunden. Dadurch ist das Item nach wenigen Minuten kosteneffizient und wirkt zudem der insgesamt verringerten Vision auf der Map entgegen.

Rückkehr der Assassins

In den vergangenen Wochen hat sich die durchschnittliche Dauer der Matches verringert. Durch das Entfernen der normalen Wards aus dem Shop haben die Spieler deutlich weniger Vision auf der Map, was vor allem Bewegungen im Jungle deutlich gefährlicher macht und zu mehr Kills führen sollte.

Ein Meta, in dem Snowballing wichtiger wird, ruft automatisch die Gruppe der Assassins zurück auf den Plan. Zwar wurde LeBlanc bei den Intel Extreme Masters in Köln nur zwei Mal gepickt, aber zu Beginn der LCK gehörte sie zu den beliebtesten Mid-Lanern.

Neben Fizz zählt auch Vorzeige-Assassin Zed, zumindest in der Solo-Queue, zu den populärsten Picks. Obwohl das Item Blade of the Ruined King deutlich generft wurde, zählt es weiterhin zum Standard-Inventar des Champions.

Rod of Ages gewinnt an Popularität

Auch Ahri und Kassadin scheinen zurück ins Meta gefunden zu haben, wobei Letzterer vor allem von den Änderungen an der Rod of Ages profitiert.

Ähnlich verhält es sich auch bei Lissandra, Lulu sowie Ryze. Faker demonstrierte schon bei den Worlds im Oktober eindrucksvoll, wieviel Schaden ein gut gespielter Ryze austeilen kann. Ein weiterer Vorteil ist, dass diese drei Champions zudem Flex-Picks für die Top-Lane sind.

Einzig Viktor scheint von den traditionellen Control Mages zurzeit noch eine gute Wahl zu sein, da er mit seinem Kit gegen Assassins beständiger und zudem mit dem Hex Core nicht so sehr von den handelsüblichen AP-Items abhängig ist.

Pseudo-Mage Corki

Im allerersten LCK-Match des neuen Jahres entschied sich Super-Star Faker gegen CJ Entus für Corki. Der kleine Pilot macht nach den jüngsten Änderungen noch mehr Magic Damage und ist für die Mid-Lane damit interessanter geworden.

Faker machte gegen CJ Entus von Corkis Special Delivery Gebrauch © YouTube – Riot Games

Sein ohnehin schon hoher Burst-Schaden wurde durch das überarbeitete Item "Essence Reaver" verstärkt, von dem er neben 20 % Critical Strike auch 65 Attack Damage, einen dynamischen Wert an Cooldown Reduction sowie Manaregeneration bei kritischen Treffern erhält – Werte, die Corki sehr gerne annimmt.

Essence Reaver bildet mit der Trinity Force den neuen Core-Build des eigentlichen AD-Carries. Der "BotRK-Nerf" trifft ihn nicht allzu hart.

Obwohl Corki-Spieler früher häufig dieses Item kauften, skaliert es nicht sonderlich gut mit der Trinity Force.

Essence Reaver als zweites Item ist daher zu einem willkommenen Ersatz geworden.

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