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Amazing (l.) und PowerOfEvil gehen mit Origen als Favorit in den LCS-Split © ESL – Patrick Strack

Berlin - Die Worlds-Halbfinalisten prallen gleich zum Auftakt des EU LCS Spring Split aufeinander. Nach dem Aderlass bei Fnatic ist diesmal das Team um PowerOfEvil favorisiert.

Von Marco Gnyp

Im Summer Split konnte Fnatic beide Best-of-Ones in der Regular Season und das große Finale mit 3:2 gegen Origen für sich entscheiden.

Origen verstärkte sich in der Pre-Season

Nach dem Verlust von YellOwStaR sowie den beiden Koreanern Huni und Reignover muss Fnatic einmal mehr fast von Grund auf ein neues Team kreieren. Die Aufgabe, an die Erfolge des Vorjahres anzuknüpfen, stellt sich als äußerst schwierig heraus. Youngster Noxiak wird sich in Bestform präsentieren müssen, um gemeinsam mit Rekkles gegen die starke Bottom-Lane von Origen zu bestehen.

Auftaktgegner Origen verstärkte sich auf der Mid-Lane noch mit dem Deutschen PowerOfEvil, der mit seinem neuen Team bei den IEM in San Jose die eigene Stärke eindrucksvoll demonstrieren konnte. Dabei hat der 18-Jährige mit Fnatic ebenfalls eine Rechnung offen: Das Endspiel des Spring Splits verlor PowerOfEvil mit den Unicorns of Love gegen Fnatic mit 2:3.
Die Spieler um Jungler Amazing sind miteinander vertraut und daher der Favorit im Match gegen Fnatic, die nun zwar einige Wochen hatten, um eine gewisse Synergie zu bilden. Dies wurde aber auch aufgrund der Sprachbarriere zwischen Spirit, Gamsu und dem Rest des Lineups erschwert.

H2k und der Hype

Neben den beiden Finalisten aus dem Summer Split richten sich alle Augen auch auf das neue Lineup von H2k-Gaming. Lediglich die beiden Solo-Laner Ryu und Odoamne sind aus dem letzten Jahr verblieben.
Mit den Verpflichtungen FORG1VEN, Jankos und VandeR hat die Organisation größere Chancen auf das Finale, als je zuvor. Bei den IEM in Köln konnte H2k das nordamerikanische Cloud9 mit 2:1 schlagen, wurde anschließend aber von ESC Ever im Halbfinale mit dem gleichen Ergebnis eliminiert.

Am Donnerstag bekommt es H2k mit Giants Gaming zu tun. Der Norweger k0u galt einst als sehr talentierter Jungler in Europa, schaffte den Sprung in die LCS aber erst zum Spring Split 2016.

Der wohl größte Skillunterschied in direkten Matchup wird beim Duell beider AD-Carries liegen. FORG1VEN ist seinem Gegenüber Adryh in allen Belangen deutlich überlegen.

Vitality könnte der lachende Vierte sein

Nicht zu unterschätzen ist auch das Team von Vitality. Die französische Organisation kaufte den LCS-Slot von Gambit Gaming und behielt Top-Laner Cabochard direkt. Zusätzlich wurden der frühere Mid-Laner von Team ROCCAT, der Norweger Nukeduck, und Jungler Shook verpflichtet.

Die ehemalige Bottom-Lane von H2k, Hjarnan und kaSing, komplettiert das Lineup. Basierend auf den früheren Leistungen der einzelnen Spieler scheint Vitality ein Team zu sein, das die Dreiergruppe von Origen, Fnatic und H2k-Gaming im Idealfall ärgern könnte.

Gegen das neu zusammengebaute Team von ROCCAT ist ein Sieg am Donnerstag daher Pflicht. Vitality trifft dabei nämlich auf Spieler, die 2015 kein gutes Jahr hatten und denen es an Selbstvertrauen mangeln könnte.

Frühere Stars wie fredy122 und Edward werden aber gleichzeitig gewillt sein, zu beweisen, dass sie noch nicht reif dafür sind, die Maus an den Nagel zu hängen.

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