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League of Legends ist ein "MOBA" © Riot Games

League of Legends ist der beliebteste eSports-Titel der Welt. SPORT1 erklärt das Spielprinzip.

In jedem standardmäßigen League of Legends-Match treten zwei Teams bestehend aus fünf Spielern gegeneinander an.

Spielfiguren: "Champions"

Jeder der Spieler entscheidet sich vor Beginn des Spiels für einen "Champion".

Champions kommen in unzähligen Größen und Farben - jeder von ihnen verfügt über fünf einzigartige Fähigkeiten. Profi-Teams versuchen während der Auswahlphase vor dem Match sicherzustellen, dass ihre Champion-Komposition die der Gegner kontert. 

Indem Champions sich in der Nähe von Kämpfen aufhalten oder Monster bezwingen erhalten sie Erfahrung. Diese benötigt man, um im Level aufzusteigen.

Mit jedem neuen Level kann man eine neue Fähigkeit lernen oder eine bereits erlernte Fähigkeit verbessern.

Man hat die Wahl zwischen 130 Champions - und es werden immer mehr © Riot Games

Diese Fähigkeiten teilen beispielsweise Schaden an gegnerische Champions aus oder verleihen ihren Nutzern Mobilität. Des Weiteren gibt es so genannte CC-Effekte, die andere Champions betäuben oder ihre Positionierung beeinflussen können.

Positionierung ist oft das A und O, denn manche Fähigkeiten setzen auf Effekte, die ganze Flächen betreffen - je mehr Champions dabei nah beeinander stehen, umso effizienter wird der Effekt.

Die wohl wichtigste Fähigkeit eines jeden Champions ist die "Ultimate". Man erreicht sie erst zu einem relativ späten Punkt im Spiel, jedoch ist sie für gewöhnlich äußerst einflussreich.

Da die Ultimate in der Regel sehr stark ist, muss der Spieler sie weise einsetzen, denn nach ihrer Nutzung muss man für eine gewisse Weile auf sie verzichten.

Erhält ein Champion so viel Schaden, dass all seine Lebenspunkte verbraucht wurden, ist er außer Gefecht. Bevor er in seiner Basis wiederbelebt wird, muss sein Spieler eine Auszeit über sich ergehen lassen.

Ziel des Spiels: Gebäude der Gegner zerstören

Letztlich benötigt man diese Champions, um den "Nexus", also das Hauptgebäude, der Gegner zu zerstören. Gleichzeitig sollen sie natürlich auch den eigenen Nexus verteidigen.

Unterstützt werden sie dabei durch stationäre Türme, die gegnerische Champions angreifen, sobald sie in ihre Reichweite kommen. Um an den Nexus eines Teams heranzukommen, muss man auch die davor positionierten Türme zerstören.

Der "Nexus" ist das Hauptgebäude - fällt er, verliert sein Team © Riot Games

Da beide Teams dieses Ziel vor Augen haben, läuft es in der Regel auf direkte Auseinandersetzungen zwischen den Champions hinaus. Man streitet sich um die Eroberung eines Punktes auf dem Spielfeld und beginnt deswegen einen Kampf.

Kommt ein Team aus diesem Kampf siegreich hervor, hat es einen Vorteil, denn die Champions der gegnerischen Spieler, welche besiegt wurden, sind bis zum Ablauf ihrer Auszeit nicht fähig, Gebäude zu verteidigen.

Folglich spricht man oft davon, dass ein Team-Kampf das Spiel entscheidet.

Ab und zu läuft es aber auch anders. Im folgenden Video ist zu sehen, wie eSports-Star "xPeke" sich in die Basis seiner Kontrahenten von SK Gaming schleicht und ihre Unachtsamkeit ausnutzt.

Ohne, dass sein Team einen 5-Gegen-5-Kampf gewinnen musste, zerstörte er den Nexus im Alleingang und sicherte seinem Team den Sieg.

Spielfeld: Die Map

Das Spielfeld wird in League of Legends auch als "Karte", oder im Englischen als "Map", bezeichnet.

Zwischen den zwei Basen (unten links und oben rechts) befinden sich drei Hauptwege: Die Top-, die Mid- und die Bottom-Lane.

Des Weiteren gibt es zwischen diesen Lanes Jungle-Flächen.

Das Spielfeld von League of Legends hat vier Hauptwege zwischen den zwei Basen der Teams © Riot Games

Auf den Lanes finden schon in der frühen Spielphase Kämpfe statt, wenn so genannte "Minions" aufeinander treffen. Es handelt sich um Fußsoldaten, die regelmäßig aus der Basis der Teams in Richtung der Gegner laufen.

Die Spieler positionieren sich zu Beginn des Spiels neben den miteinander kämpfenden Minions, um Erfahrung zu sammeln.

Des Weiteren gibt es im Jungle neutrale Monster. Erlegt man sie, erhält man Erfahrung sowie Verstärkungen.

Der Baron ist das wichtigste neutrale Monster © Riot Games

Für gewöhnlich wird einer von fünf Spielern pro Team im Jungle abgestellt, während die restlichen vier Akteure sich auf Top-Lane, Mid-Lane und Bot-Lane verteilen. Auf diese Weise sammelt jeder von ihnen Erfahrungspunkte.

Während des Spiels streiten sich die zwei Teams nicht nur um die Gebäude. Begehrte Monster, auch "Map-Objectives" genannt, sind oft der Schlüssel zum Sieg.

Der "Baron" sowie der "Drache" sind die zwei wichtigsten Map-Objectives. Erlegt ein Team sie, erhält es gefürchtete Verstärkungen für seine Champions, mit denen es oft ein Leichtes ist, die Gegner und ihre Gebäude zu belagern.

Bei Profi-Matches wird durch den Baron meist das Spiel entschieden. 

Maß für Vorsprung: Gold-Einkommen

Wann immer ein Champion neutrale Monster, Gegner oder Gebäude bezwingt, erhält er dafür Gold. Gleichzeitig bekommen alle Champions mit der Zeit automatisch ein recht geringes Gold-Einkommen.

Im Shop gibt es unzählige Gegenstände © Riot Games

Hat ein Team viel Erfolg, weil es beispielsweise neutrale Monster erlegt oder gegnerische Champions ausschaltet, so verfügt es auch über mehr Gold.

Mit Gold können sich die Spieler Ausrüstung kaufen. In jeder der zwei Basen finden sie einen Shop, bei dem sie für dieses Gold Gegenstände erwerben können, die Mobilität, Schaden oder auch defensive Eigenschaften verbessern.

Welche Gegenstände in welcher Situation am besten sind, wissen meist nur die absoluten Profis.

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