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Jeder will die Jungs von SK Telecom T1 schlagen © Riot Games

Am Dienstag startet die südkoreanische LCK in den Spring Split. Stars wie Mata und Deft sind zurückgekehrt, um Faker und SK Telecom T1 vom Thron zu stoßen.

Nach dem "Koreanischen Exodus" Ende 2014 hofften viele auf einen Fall der Region. 2015, als Südkorea das schwächste Jahr vorausgesagt worden ist, kam es erstmals zu einem WM-Finale mit zwei Teams aus dieser Region. 2016 stammten drei der vier Halbfinalisten aus Südkorea – absolute Dominanz.

2017 wird voraussichtlich ein weiteres fantastisches Jahr für das Land werden, denn die heimische Liga LCK steht in den Startlöchern – und sie könnte noch stärker sein, als je zuvor.

Neun Teams, ein Ziel

Zehn Teams treten in der LCK an und neun von ihnen haben das gleiche Ziel: SK Telecom T1 und Superstar Faker vom Thron zu stürzen. Zwar ist das Werksteam des Telekommunikationsgiganten nicht der Titelverteidiger in Südkorea, aber es sahnte im Jahr 2016 fast jeden Titel ab, der möglich war.

Das Lineup der ROX Tigers, des amtierenden LCK-Champions, löste sich Ende November vollständig auf, sodass SKT den perfekten Rivalen darstellt. Anführer der Gegenbewegung zu SKT, das sich mit Huni und Peanut verstärkte, dürfte zweifelsfrei das Team von KT Rolster sein.

Die Duelle zwischen beiden Lineups sind das, worauf sich jeder Fan dieser Region am meisten freuten dürfte. SKT und KT verbindet eine gemeinsame Historie: Schon in StarCraft: Brood War waren die beiden Werksteams der Telekommunikationsgiganten Rivalen. Dies übertrug sich auch auf League of Legends – spätestens, als Faker und seine Mitspieler im Sommer 2013 das Finale der heimischen Liga nach einem 0:2-Rückstand gegen die KT Bullets noch drehten.

Viele Begegnungen zwischen den beiden Organisationen sorgten für denkwürdige Momente, wobei meistens SKT als Sieger hervorging. Mit Smeb, Deft, PawN und Mata holte KT Rolster gleich vier große Namen ins Boot. Das Quartett und KT-Urgestein Score, der als einziger Spieler verblieb, vereint außerdem der Wunsch, Faker zu schlagen, erklärte Ex-Weltmeister Mata, dem dies 2014 mehrfach gelungen war.

Hohe Leistungsdichte

Aber nicht nur KT Rolster sieht auf dem Papier wie ein starkes Team aus. Longzhu Gaming schnappte sich nach einem katastrophalen Jahr 2016 unter anderem die Bot-Lane der ROX Tigers, PraY und GorillA. Dieses Jahr sieht das Roster der Organisation deutlich durchdachter und erfolgsversprechender aus.

Samsung Galaxy, WM-Finalist, hatte in der Off-Season keine Abgänge zu vermelden. Das Team präsentierte sich beim Titelgewinn bei den Intel Extreme Masters in Gyeonggi stark und wird ohne Zweifel um den Titel mitspielen wollen.

MaRin kehrt nach nur einem Jahr in China in seine Heimat Südkorea zurück © Riot Games

Die Afreeca Freecs, 2016 ein durchschnittliches Team, entließen ihr gesamtes Lineup, konnten sich aber bekannte Namen sichern. Top-Laner MaRin, der 2015 mit SKT Weltmeister und MVP des Turniers wurde, kehrt aus China zurück. Fnatics früherer Jungler Spirit soll ihn im Spiel tatkräftig unterstützen. Mit Kuro steht außerdem ein erfahrener und solider Mid-Laner im Team der Freecs.

Mit Kongdoo Monster und MVP beteiligten sich zwei Organisationen kaum oder gar nicht am Transferkarussell. Erstere stiegen nach dem letzten Summer Split in die höchste koreanische Liga auf, erreichten im KeSPA Cup und in Gyeonggi jeweils das Finale und wirkten dabei nicht wie ein unterklassiges LCK-Team. MVP verpasste als LCK-Aufsteiger im Sommer die Playoffs nur knapp und hat den Vorteil, eingespielt zu sein. Zudem zeigte gerade Jungler Beyond enormes Potential.

Das durchschnittliche Niveau der LCK-Teams scheint im Vergleich zur jüngsten Vergangenheit noch einmal gestiegen zu sein. Mehr als die halbe Liga wirkt auf dem Papier fähig, Faker und SK Telecom T1 auf dem Weg zum Titel ein Bein zu stellen.

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