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Startet die EU LCS 2018 ohne H2K Gaming? © Riot Games/ SPORT1

In einem offenen Brief von H2K Gaming an die League of Legends Community kritisiert das Team Publisher Riot Games und droht mit dem Rückzug aus der LCS.

Von Luka Ziegler

Am späten Freitagabend erschien der Brief von H2K-Gaming an die League of Legends Community, in welchem der Publisher Riot Games stark kritisiert wird. Das Team droht sogar mit dem Rückzug aus der EU LCS. H2K Gaming CEO Susan Tully und Co-Chairman Richard Lippe legen dar, wie sich die LCS Teams verschulden, während der Spiele-Entwickler Riot Games hohe Gewinne einräumt.

Dieser Artikel (Autor Ferguson Mitchell) erschien in der englischen Vollversion auf esportsoberserver.com

Insgesamt 2,5 Millionen Dollar Verlust durch die LCS-Teilnahme

"Betrachtet man das Ganze vom unternehmerischen Standpunkt, haben wir es für irrational befunden eine Partnerschaft weiterzuführen, bei welcher der Geschäftsparnter jährlich ansteigende Profite verbucht - während wir jedes Jahr Verluste von über 1.000.000 Euro verbuchen müssen", heißt es in dem Brief. "Die finanzielle Abmachung zwischen Riot und den Teams ist komplett auf den Kopf gestellt. Fakt ist: ein Großteil der League of Legends Teams macht große Verluste".

Der Brief stellt außerdem die Selbsteinschätzung des Teams über den eigenen Platz in der Liga dar: "Ohne H2K und die anderen Teams in den professionellen Ligen, gäbe es keine Spiele, die die Fans sich anschauen könnten. Riot's 2 Billionen Dollar Einnahmen mit In-Game-Transaktionen würden drastisch sinken. Dazu gehören auch die Einnahmen durch Streaming und Broadcasting (diese liegen bei über 50 Millionen Dollar pro Jahr) zusammen mit In-Game-Werbung und globalen Sponsoren".

Austritt aus der EU LCS 2018

Tuly und Lippe schlussfolgern, dass sie "seit Januar 2017 H2K mit über 2.000.000 Euro an Riot subventioniert haben, und dass der momentane Zustand nicht so weitergehen kann. Die Parnterschaft mit Riot ist weder rational noch fair. Wir werden Riot nicht weiter finanziell unterstützen und werden nach 2017 nicht mehr in der EU LCS weitermachen - ss sei denn, Riot schafft eine neue finanzielle Strukturen.Riot muss den Teams der EU LCS eine realistische Möglichkeit bieten Geld zu genrieren durch Unterstützung und Gewinnbeteiligung, mindestens 850.000 Euro pro Jahr".

Der Brief war lediglich die Fortsetzung eines Streits zwischen Riot Games und der Team-Besitzer, welcher bereits vor einem Jahr begann. Damals kritisierte Riot's CEO Marc Merril in sozialen Medien, dass Teams ihr Spektrum auf weitere Spiele erweitern und dabei den Bekanntheitsgrad der Teams durch League of Legends ausnutzen, anstatt weiter in die Szene und Spieler zu investieren.

Die Teams kritisierten die Aussage von Merril und fügten hinzu dass der Riot CEO die finanziellen Gewinne für die Teams, resultierend aus der EU LCS, überschätzt.

H2K Gaming ist das beste Beispiel. Mit Verlusten von 2,5 Millionen Dollar ist der Standpunkt des Teams durchaus nachvollziehbar. In einem Interview mit esportsoberserver.com erklärt Richard Lippe die Zahlen genauer.

Dieser Artikel (Autor Ferguson Mitchell) erschien in der englischen Vollversion auf esportsoberserver.com

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