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Previews - Baku 2015 - 1st European Games
Aserbaidschan sieht sich im Zuge der Europaspiele vermehrter Kritik ausgesetzt © Getty Images

Einen Tag vor der Eröffnung der ersten Europaspiele in Baku (12. bis 28. Juni) hat sich Gastgeber Aserbaidschan auf einer Pressekonferenz gegen die laute Kritik vor allem aus dem Ausland im Bezug auf politische Gefangene, Zensur und Korruption massiv gewehrt.

"Es gibt keine politischen Gefangenen in Aserbaidschan, sondern lediglich Menschen, die Verbrechen begangen haben", sagte der stellvertretende Premierminister Ali Hasanow.

Aserbaidschan sei "ein Rechtsstaat, der dem Gesetz folgt. Jeder Bürger kann sich an den Europäischen Gerichtshof wenden", führte die rechte Hand des umstrittenen Staatspräsidenten Ilham Alijew weiter aus.

Zudem wies er eine Mitteilung der Menschenrechtsorganisation Amnesty International zurück, die am Dienstag berichtet hatte, aufgrund massiven Drucks durch die aserbaidschanische Regierung nicht nach Baku zu reisen, um einen Report über die Menschenrechtslage im Land vorzustellen.

"Ich habe mit dem Organisationskomitee gesprochen: Amnesty International hat sich nicht akkreditiert. Niemand von dieser Organisation hat sich akkreditiert, auch nicht um ein Visum bemüht", sagte Hasanow.

Sportminister Asad Rahimow wies bei derselben Veranstaltung Korruptionsgerüchte rund um die Europaspiele zurück: "Gerade die westlichen Medien schreiben von Korruption - aber ohne Beweis. Wir können jeden Betrag offenlegen."

Darüber hinaus kritisierte der 50-Jährige, dass "westliche Nicht-Regierungsorganisationen" in erster Linie für das negative Image des autoritär geführten Staates in Menschenrechtsfragen verantwortlich seien.

Aserbaidschan steht international in der Kritik - laut führenden Menschenrechtsorganisationen sind derzeit mindestens 80 Menschen in Aserbaidschan aus politischen Gründen in Haft.

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