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Patrick Hickey ist Mitglied der IOC-Exekutive
Patrick Hickey ist Präsident des EOC © Getty Images

Nach dem Rückzug der Niederlande als Ausrichter der Europaspiele 2019, sucht EOC-Präsident Patrick Hickey Ersatz. Zwei Städte bewerben sich für die Europaspiele.

Das EOC blickt trotz des Rückzugs der Niederlande als Ausrichter der Europaspiele 2019 optimistisch in die Zukunft.

Präsident Patrick Hickey ist zuversichtlich, zügig Ersatz präsentieren zu können: „Wir werden bald Ausrichter für 2019 und 2023 finden. Zwei Städte bewerben sich nun, die sich zunächst für 2023 bewerben wollten", sagte der Vorsitzende der Vereinigung der Nationalen Olympischen Komitees Europas.  

Die Namen der Städte wollte er mit Verweis auf die laufenden Verhandlungen nicht nennen.

"Nach erfolgreichen Spielen von Baku wird man keine Probleme haben, andere Ausrichter zu finden. Die dritte und die vierte Auflage werden absolute Erfolge werden", sagte der Ire weiter und stellte für 2019 unter Berufung auf ein Gespräch mit der Führungsebene des internationalen Leichtathletik-Verbandes IAAF "Top-Athleten" in Aussicht. Mit dem Schwimm-Weltverband FINA werde man nach Baku sprechen.

Hickey traut der Stadt, die für mehrere Milliarden Euro Arenen und ein Athletendorf aus dem Boden gestampft hat, sogar höchste sportliche Weihen zu: "Als ein Resultat der Europaspiele wird Baku im Bewerbungsprozess um Olympische Sommerspiele eine sehr gute Position einnehmen."

Mit Blick auf die anderen vier Kontinente verteidigte Hickey noch einmal die Einführung des Events trotz des engen internationalen Wettkampfkalenders: "Wir sind der einzige Ring, der gefehlt hat."

Am Mittwoch war überraschend bekannt geworden, dass die zweite Auflage der Europaspiele nicht wie geplant in den Niederlanden stattfinden wird.

Nach Angaben des EOC besteht beim bislang einzigen Kandidaten für 2019 kein Interesse mehr, die Veranstaltung auszurichten.

Es sei "unverantwortbar", 57,5 Millionen Euro für diese Veranstaltung auszugeben, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung der Regierung, der Provinzen und Gemeinden. Dazu gebe es Zweifel, ob echter Hochleistungssport gezeigt würde.

Bei einer außerordentlichen EOC-Versammlung hatten die Niederlande Mitte Mai den Zuschlag erhalten.

Ursprünglich wollte das EOC die erste Ausgabe der Europaspiele abwarten und analysieren, bevor eine Entscheidung über eine weitere Vergabe fallen sollte. Mit Verweis auf zu geringere Vorbereitungszeit wurden dann doch schon vor Baku die Niederlande als zweiter Gastgeber benannt. 

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