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Vanessa Sahinovic
Die österreichische Synchronschwimmerin Vanessa Sahinovic liegt nach ihrem schweren Unfall im künstlichen Koma. © Copyright: twitter.com/Nick Hope

Baku - Die beiden in Baku von einem Bus angefahrenen österreichischen Synchronschwimmerinnen sind wieder in der Heimat. Vanessa Sahinovic wird in ein künstliches Koma versetzt.

Die österreichische Synchronschwimmerin Vanessa Sahinovic wurde nach ihrem schweren Unfall bei den Europaspielen in Baku in der Heimat in ein künstliches Koma versetzt.

Sie befindet sich nicht in Lebensgefahr, es drohen jedoch Folgeschäden.

Wirbelsäule "stark betroffen"

"Die junge Sportlerin wurde mit multiplen Knochenbrüchen ins Krankenhaus gebracht. Auch die Wirbelsäule ist stark betroffen", teilte Christoph Mierau vom Wiener Krankenanstaltenverbund am Freitag auf SPORT1-Nachfrage mit.

"Sahinovic befindet sich derzeit im künstlichen Tiefschlaf und wird noch weitere Operationen über sich ergehen lassen müssen", so Mierau: "Über den Ausgang des Genesungsverlaufes kann derzeit noch nichts gesagt werden."

Zu einer angeblich drohenden Querschnittslähmung, von der in der österreichischen Presse geschrieben wurde, könne man sich derzeit nicht äußern.

Bus-Unfall im Athlendorf

Am  Donnerstag war die 15-Jährige zusammen mit ihren Teamkolleginnen Luna Pajer und Verena Breit im Athletendorf von einem Shuttle-Bus angefahren worden.

Breit verblieb leicht verletzt in Baku, die anderen beiden wurden umgehend ausgeflogen. "Bei Sahinovic' Teamkollegin Luna Pajer wurde im gleichen Spital ein Knochenbruch behandelt", sagte Mierau: "Patientin Pajer wird das Krankenhaus aber bald verlassen können."

Treffen mit Sicherheitsbehörden

Noch am Freitag gibt es ein Treffen der österreichischen Delegation mit den Sicherheitsbehörden vor Ort, an dem auch der österreichische Botschafter teilnimmt.  Seit Donnerstag läuft eine polizeiliche Untersuchung. ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel sagte: "Wir wollen Einblick in die Untersuchungen, damit alle weiteren notwendigen Maßnahmen getroffen werden können."

Im Athletendorf wurde dem österreichischen Team nach dem Unfall große Anteilnahme zuteil. "Die Trainerinnen der anderen Nationen haben sich in unserem Haus die Klinke in die Hand gegeben, wie auch die anderen Nationalen Olympischen Komitees", sagte Christoph Sieber, österreichischer Chef de Mission in Baku.

Die österreichische Mannschaft sagte den Start im Team-Wettbewerb der Synchronschwimmerinnen ab.

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