Video

München - Am Freitag ist es soweit: Mit den Europaspielen in Baku startet eines der sportlichen Highlights des Jahres 2015. SPORT1 stellt die deutschen Hoffnungsträger vor.

Er ist zweifelsohne die größte Medaillenhoffnung der deutschen Griechisch-römisch-Ringer bei den Europaspielen in Baku: Frank Stäbler. (LIVE im TV auf SPORT1)

Gold bei der EM 2012, Bronze bei der WM 2013, Platz fünf bei den Olympischen Spielen in London - wenn es darauf ankam, war der gebürtige Schwabe in den vergangenen Jahren immer vorne mit dabei.

"Ich versuche immer, um die Medaillen mitzukämpfen", sagt der 25-Jährige im Gespräch mit SPORT1. So nun auch in Aserbaidschan. Oder besser noch: Gerade in Aserbaidschan.

"Könnte keinen besseren Austragungsort geben"

"Das Ringen gehört dort zu den absoluten Volkssportarten. Bei der EM 2010 habe ich in Baku vor über 12.000 Menschen gekämpft", schwärmt Stäbler und betont:

"Für uns Ringer könnte es keinen besseren Austragungsort geben, ich erwarte wieder eine gigantische Atmosphäre." Und die will er nutzen.

Ringer wollen große Bühne nutzen

Stäbler begreift die Europaspiele als Chance, dem deutschen Publikum seine Sportart wieder etwas näher zu bringen.

"Die Menschen sollen wieder mehr Berührungspunkte mit dem Ringen bekommen", sagt er und bezeichnet die Wettkämpfe in Baku in dieser Hinsicht als "einen guten Anfang".

In Deutschland selten mehr als 1000 Zuschauer

In der Bundesliga kämpfen Stäbler und Co. meist nicht vor mehr als 1000 Zuschauern.

Große Kulissen von bis zu 5000 Besuchern, wie sie der Leichtgewichtler (bis 66 Kilogramm) bei den jeweiligen Gewinnen der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft mit dem ASV Nendingen in diesem und dem vergangenen Jahr erlebt hat, sind die Ausnahme.

Ein Zustand, den sich die Verantwortlichen der Szene ein Stück weit auch selbst zuzuschreiben haben.

Häufige Regeländerungen als Problem

Die permanenten Regeländerungen der vergangenen Jahre hätten es "nicht nur den Zuschauern schwer gemacht, sondern auch den Athleten", erklärt Stäbler:

"Im Rhythmus von einem halben Jahr mussten wir uns immer wieder an neue Regeln anpassen."

"Mittlerweile", so Stäbler weiter, "sind wir da aber auf einem guten Weg. Die neuesten Reformen haben das Ringen wieder attraktiver gemacht."

In Baku wollen er und seine Kollegen es beweisen.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel