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Trainer Ralph Hasenhüttl ist mit dem FC Ingolstadt nach zehn Spielen immer noch ungeschlagen

SPORT1-Experte Christian Beeck schwärmt in seiner Kolumne vom FC Ingolstadt. Er vergleicht die "Schanzer" mit dem 1. FC Köln.

Hallo Zweitliga-Freunde,

Respekt vor Thomas Linke, dem Sportdirektor des FC Ingolstadt.

Er hatte vor einem Jahr nicht viel Zeit, einen Nachfolger für den entlassenen Marco Kurz zu verpflichten. Er hat Ralph Hasenhüttl geholt - und es hat sich als gute Entscheidung erwiesen, wie der Blick auf die Tabelle beweist.

Es ist kein Zufall, dass die "Schanzer" gerade ganz oben stehen: In Ingolstadt hat endlich mal wieder eine Fußballmannschaft bewiesen, dass weniger auch mehr ist und dass das Team wachsen kann mit einem guten Trainer, der einen Plan hat und sich nicht überbewertet.

Hasenhüttl rennt nicht wie ein aufgescheuchtes HB-Männchen draußen rum, sondern er geht seiner Arbeit nach, die in der Rückrunde sicher auch nicht immer reibungslos ablief.

Jetzt aber legen die "Schanzer" eine Form an den Tag mit einer körperlichen und geistigen Fitness, die schon beeindruckend ist.

Eine gute Rolle dabei spielt auch Michael Henke als Co-Trainer. Auf die Assistenten wird immer nicht so sehr geschaut, aber sie sind sehr wichtig. Henke und Hasenhüttl müssen ein tolles Team sein, sonst würde die Truppe nicht so Fußball spielen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Ingolstadts Dominanz ist nachhaltig, das war so nicht zu erwarten. Man wirft dem FCI zwar auch immer so ein bisschen das "Auditum" vor, aber das wäre ungerecht, weil man wie auch RB Leipzig nicht mit Geld um sich geschmissen hat.

Qualitativ sind die vorderen Teams in der Zweiten Liga fast alle gleich, es gibt viele Mannschaften mit einem richtig guten Niveau.

Es werden sich aber nur die durchsetzen, wo der Teamgeist stimmt, wo eine klare Spielphilosophie drin ist, Zweikampfhärte und Laufbereitschaft - und ein toller Rhythmus im ganzen Verein.

Es wäre ein kleines Wunder, wenn Ingolstadt am Ende aufsteigt, aber wenn man in Ruhe arbeitet und nicht durchdreht, dann ist der Aufstieg für den FCI drin.

Ich vergleiche Hasenhüttl und Linke ein bisschen mit Peter Stöger und Jörg Schmadtke in Köln.

Das macht alles einen seriösen Eindruck. Da gibt es keine komischen Geschichten, da machen die Fans keinen Alarm und da hauen auch die Spieler nicht über die Stränge.

Wie gesagt: Respekt!

Euer Christian Beeck

Christian Beeck absolvierte während seiner Profilaufbahn insgesamt 79 Bundesliga- und 88 Zweitligaspiele. Neben Union Berlin war er unter anderem für Hansa Rostock, Fortuna Düsseldorf und Energie Cottbus am Ball. Für Union und Cottbus war Beeck nach seiner aktiven Zeit als Spieler auch im Management tätig. Für SPORT1 analysiert Beeck seit dieser Saison das Geschehen rund um die Zweite Liga.

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