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Rubin Okotie hat nun schon sechs Saisontore auf dem Konto

München - 1860 München zeigt sich unter Markus von Ahlen wie verwandelt und schlägt Greuther Fürth. Sanchez brilliert nach Fürths Fehlern.

Interimstrainer Markus von Ahlen hat die Talfahrt von 1860 München gestoppt und erste Argumente für eine Festanstellung als Cheftrainer des Zweitligisten gesammelt.

Zwei Tage nach der Entlassung von Ricardo Moniz nach nur 96 Tagen gewannen die Löwen das bayerisch-fränkische Derby gegen die SpVgg Greuther Fürth mit 2:0 (1:0) (Highlights Fr., ab 22.15 Uhr im TV auf SPORT1 in Hattrick - Die 2. Bundesliga) und arbeiteten sich ins untere Tabellenmittelfeld vor.

Traumtor von Sanchez

Die Treffer für 1860 erzielten Rubin Okotie mit seinem bereits sechsten Saisontor (6.) auf Vorlage des Ex-Fürthers Daniel Adlung und Ilie Sanchez (74.) mit einem Traumtor. 

Die Fürther verpassten es abermals durch ihre Auswärtsschwäche, den Kontakt zu den Aufstiegsplätzen herzustellen.

Dritte Auswärtspleite in Serie

In vier Spielen auf des Gegners Platz holte der frühere Erstligist nur einen Punkt.

Insgesamt hat er mit elf Zählern aus sieben Spielen nur zwei mehr auf dem Konto als 1860.

Von Ahlen sammelt Argumente

Sportchef Gerhard Poschner machte von Ahlen Hoffnung. "Unsere Planung ist klar. Wir vertrauen Markus, wir wissen, was wir an ihm haben. Wir werden uns die nächsten Tage mal hinsetzen und alles besprechen", sagte er bei "Sky".

Wenn das Spiel nächste Woche beim VfR Aalen "nicht abgesagt" werde, sei von Ahlen auch dann Cheftrainer: "Und er wird auch in ein paar Wochen unser Trainer sein, in welcher Funktion werden wir sehen."

Von Ahlen selbst sagte, ihm sei egal, wie sein Titel laute, "ich bin bis 2016 bei 1860 unter Vertrag". Das 2:0 sei "ein verdienter Sieg mit einem wunderschönen 2:0" und "ein guter Anfang".

Von Ahlen wechselt durch

Moniz' bisheriger Assistent von Ahlen, der bereits zum dritten Mal als Interimstrainer einspringt und von der Vereinsführung erst einmal auf unbestimmte Zeit eingesetzt wurde, hatte das Team gegenüber dem 0:1 am Dienstag beim SV Sandhausen auf vier Positionen verändert.

Und während Moniz nur zwei Siege in acht Pflichtspielen feierte, durfte der 43-Jährige schon nach fünf Minuten als Cheftrainer jubeln:

Eine Flanke des Ex-Fürthers Adlung verwertete Okotie mit dem Schienbein.

Fürstner patzt, Sanchez zaubert

Bis zur Pause waren die Gastgeber klar überlegen, nach dem Wechsel kam Fürth aber immer stärker auf.

Sanchez nutzte dann aber einen Fehler der Fürther und überwand Fürth-Keeper Wolfgang Hesl, der zu weit vor dem Tor stand, mit einem schönen Außenristschuss.

Zuvor hatte Stephan Fürstner nach dem Abwurf von Keeper Hesl direkt den Ball an Sanchez verloren.

Hesl verletzt raus

Hesl verletzte sich beim Rettungsversuch und musste ausgewechselt werden.

Beste Spieler der Münchner waren Sanchez und Adlung. Bei Fürth gefielen vor allem Thomas Pledl und Tom Weilandt.

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