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SPORT1-Experte Christian Beeck sieht beim 1. FC Nürnberg totales Chaos und Trainer Valerien Ismael sowie Manager Martin Bader in Gefahr.

Hallo Zweitliga-Freunde,

in Nürnberg herrscht das totale Chaos.

Die Mannschaft sollte jetzt dringend ein Spiel gewinnen, sofort. Wenn ihr das gelingt, kriegen sie vielleicht ein bisschen Ruhe rein, ansonsten wird es für Trainer Valerien Ismael und Manager Martin Bader wohl zu Ende gehen.

So ist nun mal das Geschäft. Das weiß Bader und das weiß auch Ismael. Wenn die Ergebnisse nicht kommen, ist man irgendwann dran. Die Mannschaft funktioniert einfach nicht.

Nach wie vor spielt sie A-Jugend-Fußball und hat den Kampf in der Zweiten Liga in keinster Weise angenommen. Gestandene Spieler wie Pinola oder Schäfer rufen absolut gar nichts ab.

Und wenn die Älteren nicht funktionieren in so einem jungen Laden, dann wird es natürlich schwer. Da muss Ismael jetzt mal eine andere Ansprache finden.

Wenn ein Team mit so vielen Neuzugängen nicht funktioniert, wird natürlich in erster Linie der Trainer hinterfragt, aber auch der Manager, der mit ihm die Mannschaft zusammengestellt hat.

Ist die Ansprache falsch? Ist die Mischung falsch? Stimmt die Qualität der Spieler nicht? Was ist der Grund, warum man so viel Geld ausgegeben hat, aber so wenige Punkte holt?

Das muss analysiert werden und dann muss man zu einer Entscheidung kommen ob man etwas verändert oder eben nicht.

Bei 1860 München hat man was verändert, da ist jetzt wieder Co-Trainer Markus von Ahlen in der Chefrolle. Aber das war ja schon nach dem dritten Spieltag abzusehen, als einige Jungs um die Häuser gezogen sind.

Die Löwen haben mal wieder einen Anlauf gestartet. Sie wollten oben angreifen, haben einen neuen Trainer verpflichtet, haben einen neuen Manager verpflichtet und stehen jetzt wieder genau da, wo sie vorher waren.

Bei dem finanziellen Aufwand den 1860 betreibt, ist das einfach schlecht.

Sie haben ja einige Spieler, die fußballerische Qualität haben, aber ein Fußballer ist in der heutigen Welt auch hochgradig abgelenkt. Sie müssen jetzt einen Trainer finden, der die Mannschaft in die richtige Spur bringt. Die Spieler müssen fokussiert und körperlich und geistig topfit sein. Klarer, einfacher Fußball ist angesagt und keine Überdinge.

Moniz war eigentlich schon wieder zu kompliziert. Man wollte was ganz Besonderes, aber Zweite Liga ist marschieren, eng zusammenstehen und als Mannschaft richtig funktionieren. Erst dann kommt die fußballerische Qualität.

Darmstadt macht das aktuell vor. Was dort passiert, ist wirklich ganz große Klasse. Ich hätte es nie für möglich gehalten, dass das in dieser Form funktionieren kann. Es macht einfach nur Spaß, das zu sehen.

Allerhöchsten Respekt vor Dirk Schuster. So eine Truppe aufzustellen, die bisher so einen Auftritt hinlegt, ist phänomenal. Man sieht, dass da eine Truppe auf dem Platz steht, in der jeder für den anderen arbeitet und sich für nichts zu schade ist.

Euer Christian Beeck

Christian Beeck absolvierte während seiner Profilaufbahn insgesamt 79 Bundesliga- und 88 Zweitligaspiele. Neben Union Berlin war er unter anderem für Hansa Rostock, Fortuna Düsseldorf und Energie Cottbus am Ball. Für Union und Cottbus war Beeck nach seiner aktiven Zeit als Spieler auch im Management tätig. Für SPORT1 analysiert Beeck seit dieser Saison das Geschehen rund um die Zweite Liga.

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