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Alessandro Schöpf (l.) erzielt seine ersten beiden Profi-Tore

Nürnberg - Nürnberg vergeigt gegen Kaiserlautern fast seine 3:0-Führung, macht aber den Schritt aus der Krise. Ismael atmet auf.

Angeführt von Alessandro Schöpf hat der 1. FC Nürnberg in einer dramatischen Partie einen ersten Schritt aus der Krise gemacht.

Das Team des unter Druck geratenen Trainers Valerien Ismael bezwang am achten Spieltag der Zweiten Liga den 1. FC Kaiserslautern mit 3:2 (2:0), verspielte dabei aber in der letzten halben Stunden fast noch seine 3:0-Führung. 

Doppelpack von Schöpf

Der Österreicher Schöpf bereitete das 1:0 durch Daniel Candeias (25.) vor, ehe er einen Doppelpack (41. /51.) nachlegte.

Für den auswärts weiter sieglosen FCK kam die Aufholjagd durch Alexander Ring (62.) und Chris Löwe (71.) zu spät.

"Druck rausgenommen"

"Dass meine Mannschaft bei diesem Druck so eine Leistung abgerufen hat, freut mich sehr", sagte ein erleichterter Ismael nach der Partie bei SPORT1.

"Wir haben vorher den Druck rausgenommen", verriet der Trainer: "Die Mannschaft ist in den letzten Wochen mit dem Ziel Wiederaufstieg nicht klargekommen. Es ist uns gelungen, diese Mannschaft wieder aufzubauen."

Auch Matchwinner Schöpf freute sich: "Es ist wunderschön für mich, dass ich der Mannschaft so helfen konnte."

Balsam für Ismael und Bader

Während die Pfälzer die mögliche Tabellenführung verpassten und nur noch Fünfter sind, kletterten die Franken auf den 13. Platz.

Damit gehen Trainer Ismael und der ebenfalls angezählte Sportvorstand Martin Bader etwas ruhiger in die mit Spannung erwartete Jahreshauptversammlung am Dienstag.

Rakovsky vertritt demontierten Schäfer

Vor 25.130 Zuschauern überraschte Ismael zunächst mit einem Torwart-Wechsel:

Der langjährige Kapitän Raphael Schäfer (35) gehörte nicht einmal zum Kader, zwischen den Pfosten stand erstmals von Beginn an der 21 Jahre alte Patrick Rakovsky.

"Auch für mich war das eine Überraschung", sagte FCN-Kapitän Jan Polak vor Anpfiff bei SPORT1.

Nürnberg wie verwandelt

Auf dem Rasen überzeugte Nürnberg von Beginn an mit großer Leidenschaft, Robert Koch (4.) und Jakub Sylvestr (15.) scheiterten aus der Distanz am starken FCK-Keeper Tobias Sippel.

Als der FCK etwas besser ins Spiel kam, schlug Nürnberg zu. Nach Pass von Schöpf schob Candeias völlig ungehindert zu seinem zweiten Saisontor ein.

Noch vor der Pause legte der FCN nach einem weiteren Patzer der Lauterer Abwehr das zweite Tor nach.

Ring und Löwe lassen Club zittern

Nach Schöpfs abgefälschtem Schuss zum 3:0 schien alles klar, doch dann drehte Lautern plötzlich auf: Rings schnelle Antwort.

Löwes Direktabnahme ließen den Club dann plötzlich wieder zittern, zumal der eingewechselte Peniel Mlapa in den Schlussminuten gleich zweimal die Entscheidung für den Club vergab.

Beste Spieler des 1. FC Nürnberg waren Schöpf und Candeias. Bei Kaiserslautern überzeugten Ring und Löwe.

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