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Ralph Hasenhüttl spielte acht Mal für Österreichs Nationalmannschaft

München - Der FC Ingolstadt grüßt von Platz 1, der Aufstieg wird zum realistischen Szenario. Ralph Hasenhüttl erklärt SPORT1 sein Rezept.

Für Ralph Hasenhüttl läuft es wie am Schnürchen.

Mit der SpVgg Unterhaching stiegt der Österreicher 2009 um ein Haar in die Zweite Liga auf. Das holte er 2012 gmit dem VfR Aalen nach.

Und auch beim FC Ingolstadt ist dem dem gebürtigen Wiener der Erfolg treu geblieben.

Erst rettete er die den Verein vor dem Abstieg in die Dritte Liga und in der aktuellen Saison ziert der der FCI nach fünf Spielen auf Platz eins.

Die "Schanzer" fahren als Spitzenreiter zum Derby bei 1860 München (Sa., ab 12.45 Uhr im LIVE-TICKER und auf SPORT1.fm).

Der Aufstieg in die Bundesliga wird immer mehr zum realistischen Szenario, statt nur zur Wunschvorstellung des Geldgebers "Audi".

Für Hasenhüttl "ein Traum"

"Das ist momentan alles sehr schön. Wir haben hier eine sehr gute Arbeitsatmosphäre, jeder ist bereit sich dem Erfolg unterzuordnen und in so einem Umfeld zu arbeiten, ist für jeden Trainer ein Traum", sagt Hasenhüttl im Gespräch mit SPORT1:

"Im Verein passt gerade sehr viel, jeder hat seinen Teil dazu beigetragen, dass die Mannschaft das Vertrauen spürt und in der Lage ist, so einen Fußball zu zeigen."

Neuzugänge schlagen ein

Möglich wird dieser Fußball, weil der Kern der Mannschaft sinnvoll ergänzt wurde.

Lukas Hinterseer (FC Wacker Innsbruck), Benjamin Hübner (VfR Aalen) und Mathew Leckie (FSV Frankfurt) - die Neuzugänge passen gut in die Mannschaft. Der FCI sei "nach vorne laufstärker und auch torgefährlicher geworden. Hinten sind wir weiter stabil und vorne schießen wir die meisten Tore", erklärt Hasenhüttl SPORT1.

Für einen Moment vergisst er sogar fast die professionelle Bescheidenheit, als er sagt: "Im Moment spielen wir vielleicht sogar den attraktivsten Fußball in der Liga."

Nicht nur auf der Sonnenseite

Hasenhüttl weiß seine Erfolge richtig einzuordnen, er kennt nämlich auch die Schattenseite des Lebens. Im Sommer 2012 machte dem zweifachen Familienvater eine Hantavirus-Infektion zu schaffen.

Nach rund dreiwöchiger Fehlzeit stand er rechtzeitig zum Start der Saison 2012/13 in Aalen wieder auf dem Trainingsplatz. Am Ende dieser Spielzeit Doch nach zweieinhalb erfolgreichen Jahren in Aalen bat Hasenhüttl schließlich im Juni 2013, nach Unstimmigkeiten mit dem damaligem VfR-Sportdirektor Markus Schupp und nachdem sich der Verein für die neue Saison einen Sparkurs auferlegte, um die vorzeitige Auflösung seines Vertrages.

Heute ist Hasenhüttl rundum zufrieden. "Ich hatte in Aalen eine wunderschöne Zeit. Für meine Krankheit konnte niemand etwas. Ich habe als Trainer dort etwas erreicht, worauf der Verein lange warten musste. Geschichte zu schreiben ist toll", sagt er SPORT1.

Hasenhüttl will nicht bremsen

In Ingolstadt ist Hasenhüttl auf dem besten Weg erneut Geschichte zu schreiben. Die Euphorie ist riesengroß. Und diese will der Coach auch gar nicht bremsen:

"Euphorie kann nie schaden. Man kann hier inzwischen gut unterscheiden zwischen übertriebener Erwartungshaltung und euphorischem Anfeuern, wenn es mal gut läuft."

Seit fast einem Jahr ist der FC Ingolstadt auswärts ungeschlagen und zuletzt machten auch die Heimspiele viel Freude. "Wir bieten einen Fußball, den die Fans sehen wollen.", beschreibt es Hasenhüttl.

Auswärtscoup bei den "Löwen"?

Der Blick auf die Tabelle sei zwar schön, doch an den Aufstieg verschwendet Hasenhüttl aber angeblich noch keinen Gedanken.

"Wichtiger als der Tabellenplatz ist für mich die Art und Weise, wie wir Fußball spielen", betont der Erfolgstrainer. "Wir haben einen Lauf, wollen jedem Gegner Probleme bereiten und wissen, dass wir jede Mannschaft in der Liga schlagen können."

Wo das von Tabellenplatz 1 aus hinführen könnte, kann sich jeder selbst zusammenreimen.

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