Für SPORT1-Experte Christian Beeck ist der Düsseldorfer Aufschwung plausibel. Den Erfolg habe die Fortuna Oliver Reck zu verdanken.

Hallo Zweitliga-Freunde,

Oliver Reck hat bei Fortuna Düsseldorf selbst entschieden, warum er langfristig im Amt bleiben darf.

Schließlich hat er das richtige Mittel gefunden, um seine Mannschaft wieder in die richtige Spur zu führen. Jetzt klopfen sie wieder oben an.

Wenn es schlecht läuft, was bei der Fortuna zu Beginn der Saison der Fall war, muss ein Cheftrainer die richtigen Regelungen und Wege finden, um das umzubiegen.

Und der Oli hat alles richtig gemacht. Er bringt für Düsseldorfer Verhältnisse die nötige Gelassenheit und Ruhe mit. Und als ehemaliger Torhüter sicher auch eine Brise Verrücktheit.

Wenn er dann sowohl nüchtern als auch sachlich bleibt, aber eben auch mal die Mannschaft bespaßen kann, dann hilft er seiner Mannschaft. Deswegen steht die Fortuna jetzt so weit oben. Die anfängliche Schwächephase ist längst vergessen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Das Team war zu Beginn der Spielzeit einfach noch nicht an dem Punkt, an dem es erwartet wurde. Aber eben dann zeigt sich die ganze Klasse eines Trainers. Er muss in der Lage sein, mit dem richtigen Handwerk darauf zu reagieren.

Er hat ein gutes Gespür, das richtige Näschen dafür bewiesen, wie er seine Jungs in solch einer Situation anpacken muss.

Jetzt ist mal Kontinuität drin. Bei Mike Büskens hat in der vergangenen Saison einfach das Paket nicht gestimmt. Sicher, das hätte im Vorfeld keiner gedacht.

Als Lorenz-Günther Köstner erkrankte, stand Oli Reck bereit. Er kennt den Verein, seine Gepflogenheiten und reagiert angemessen darauf. Wenn ein Trainer seinen Klub in- und auswendig kennt, ist das nur von Vorteil. Das hat Manager Helmut Schulte erkannt. Glückwunsch.

Zudem hat Düsseldorf Spieler mit Profil. Was Michael Liendl für eine Qualität am Ball mitbringt, für einen Österreicher wohlgemerkt, ist schon bemerkenswert.

Mit Charlison Benschop haben sie zudem 'nen richtigen Brecher vornedrin. Dazu haben sie sich die Stabilität in der Abwehr zurückerarbeitet.

Mit Axel Bellinghausen und Pinto haben sie zudem Männer mit Erfahrung. Die sind schon ein paar Tage dabei. Der Michael Rensing im Tor wurde zwar schon viel durch den Kakao gezogen, aber auch er hat schon manche Taufe bestanden. Um es mal salopp zu sagen.

Aber in Düsseldorf ist er angekommen und zeigt, was er kann. Bei der Mischung kannst du selbst ein Urgestein wie Andreas "Lumpi" Lambertz getrost auf der Bank sitzen lassen.

Und sind wir mal ehrlich: Ein Klub aus einer solchen Stadt, mit einem solchen Stadion und den wirtschaftlichen Möglichkeiten, die das Umfeld bietet, gehört wieder in die Bundesliga - eigentlich.

Wer sehnt sich nicht nach dem rheinischen Derby zwischen der Fortuna und dem 1. FC Köln? Doch in dieser Zweiten Liga muss fußballerisch die Leistung immer hundertprozentig passen, sonst reicht es eben nicht für den Aufstieg.

Aber dafür haben sie Oli Reck. Sie werden bis zum Saisonende oben mit dabei sein, und mit einem Quäntchen Glück reicht es dann auch für die Rückkehr in die Bundesliga.

Euer Christian Beeck

Christian Beeck absolvierte während seiner Profilaufbahn insgesamt 79 Bundesliga- und 88 Zweitligaspiele. Neben Union Berlin war er unter anderem für Hansa Rostock, Fortuna Düsseldorf und Energie Cottbus am Ball. Für Union und Cottbus war Beeck nach seiner aktiven Zeit als Spieler auch im Management tätig. Für SPORT1 analysiert Beeck seit dieser Saison das Geschehen rund um die Zweite Liga.

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