vergrößernverkleinern
Danny da Costa fällt mit einem Schienbeinbruch etwa ein halbes Jahr aus

Düsseldorf - Der FC Ingolstadt bleibt auch in Düsseldorf ungeschlagen, doch der Schienbeinbruch von da Costa trübt die Stimmung.

Ralph Hasenhüttl stand der Schock ins Gesicht geschrieben.

"Mit Danny da Costa haben wir leider einen schwer verletzten Spieler zu beklagen. Deshalb kann ich mich über den Punkt nicht freuen. Das ist ein bitterer Beigeschmack, der uns nicht gefällt", sagte der Trainer von Zweitliga-Spitzenreiter FC Ingolstadt mit nachdenklicher Miene.

Gerade hatte sich seine Mannschaft bei Verfolger Fortuna Düsseldorf ein 0:0 erkämpft und ist damit weiter ungeschlagen - doch freuen konnte sich darüber bei Ingolstadt niemand.

Halbes Jahr Zwangspause

Der 21-jährige da Costa hatte bereits in der elften Minute bei einem unglücklichen Zusammenprall mit Düsseldorfs Lukas Schmitz einen offenen Schienbeinbruch erlitten und musste noch in der Nacht zum Samstag im Düsseldorfer Universitätsklinikum operiert werden.

Der U21-Nationalspieler, der in dieser Saison zu den Stützen in der Hintermannschaft der Bayern zählte, wird voraussichtlich ein halbes Jahr ausfallen.

"Das ist für uns ganz bitter", sagte Hasenhüttl nach der kampfbetonten Partie und ergänzte: "Es war ein sehr, sehr hartes Spiel, manchmal an der Grenze des Erlaubten."

Seit 16 Spielen ungeschlagen

Sein Düsseldorfer Kollege Oliver Reck sah es ähnlich: "Es gab viele Unterbrechungen, viele Zweikämpfe, viele Fouls."

Der Fortuna-Coach wies zudem darauf hin, dass er in Abwehrspieler Schmitz ebenfalls einen verletzten Spieler beklage, der vermutlich wochenlang ausfallen wird.

Dass Ingolstadt seit 19 Auswärtsspielen und 16 Begegnungen ohne Niederlage blieb und seinen komfortablen Vorsprung an der Spitze zementierte, fand nach dem Hauen und Stechen zuvor kaum Erwähnung.

Matip prophezeit weiter Schmerzen

"Es wird in den nächsten Wochen genauso weh tun und keinen Deut einfacher", prophezeite FCI-Kapitän Marvin Matip und erklärte auch, warum: "Die nächsten Gegner wollen die erste Mannschaft sein, die uns schlägt. Es wird nickliger und aggressiver in unsere Richtung."

Matip ist aber zuversichtlich, dass seine Mannschaft dennoch in der Erfolgsspur bleibt: "Wenn wir so wie heute dagegenhalten, wird die Serie noch lange Bestand haben."

So sieht es auch sein Coach: "Es ist schwer, uns zu schlagen."

Erleichterung in Fürth

Das soll bald auch wieder für die SpVgg Fürth gelten, die mit 1:0 (1:0) bei Union Berlin ihren ersten Auswärtssieg in dieser Saison feierte.

"Heute hat es endlich mal geklappt", sagte anschließend Kacper Przybylko, der bereits in der dritten Minute den entscheidenden Treffer erzielt hatte.

Im dritten Freitagsspiel trennten sich der Karlsruher SC und der SV Sandhausen 1:1 (0:0).

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel