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Kosta Runjaic trainierte Darmstadt von 2010 bis 2012

Darmstadts Präsident Klaus Rüdiger Fritsch ist nach dem 0:0 der "Lilien" am Freitag beim 1. FC Kaiserslautern glücklich.

"Wir sind alle super happy, dass wir in der 2. Liga spielen dürfen. Dass wir uns so gut schlagen, ist nochmal ein Bonus. Dass wir dann noch auf dem gefürchteten Betzenberg so gut dagegen gehalten haben, ist eine weitere Bestätigung für unsere gute Arbeit. Im Moment läuft es einfach bei uns" sagte Fritsch im Gespräch mit SPORT1.fm.

Die Darmstädter festigten durch das Remis Platz drei.

Wenn ihm ein Experte das vor zwei Jahren gesagt hätte, "dann hätte ich vielleicht nach dem Arzt gerufen", so Fritsch.

"Das hätten wir vor zwei Jahren und erst recht die Jahre davor keiner bei uns gedacht."

Vor zwei Jahren stand der Verein vor einem möglichen Abstieg in die Regionalliga. Dann gab es die Entscheidung am grünen Tisch, der Klub blieb in der dritten Liga und stieg dann in die Zweite Liga auf.

Fritsch erinnerte sich: "Auch in der Saison, in der wir sportlich eigentlich abgestiegen wären, hat Dirk Schuster (Darmstadts Trainer, Anm. d. Red.) die Mannschaft übernommen und hat sie vom letzten Platz auf Kurs gebracht."

Damals waren die Hessen mit fünf Punkten abgeschlagen Letzter. "In der Rückrunde haben wir den 11. Tabellenplatz belegt und schon damals hat man gemerkt, dass alles ineinander greift und dass Schuster und die Mannschaft gut zusammen passt", sagte Fritsch.

Der 53-Jährige wurde soeben in seinem Amt für zwei Jahre bestätigt. "Das ist gelungen, aber wenn man keinen Gegenkandidat hat, dann ist das auch keine Überraschung", scherzte er. "Wir wollen in Darmstadt etwas aufbauen und dann ist Kontinuität wichtig und deshalb habe ich mich wieder zur Wahl gestellt."

Die Führungspersönlichkeit beim Aufsteiger ist Kapitän Aytac Sulu. Ihn hat sich der Verein einst nur leisten können, weil man für den damaligen "Lilien"-Trainer und heutigen FCK-Coach Kosta Runjaic eine sechsstellige Ablösesumme kassiert hatte. "Es war die einzige sechsstellige Ablösesumme für uns, doch der Wechsel von Runjaic war für uns nicht gewollt", erklärte Fritsch.

"Wir wollten ihn eigentlich nicht ziehen lassen, weil Runjaic bei uns ganz hervorragende Arbeit geleistet hat."

Fritsch fügt noch hinzu: "Die Wurzeln des heutigen Erfolgs haben viel mit ihm zu tun. Er hat damals bei uns viel bewegt. Leider mussten wir ihn dann ziehen lassen, aber das ist leider so, wenn de größeren Vereine rufen."

Und weiter: "Durch die halbwegs anständige Ablösesumme hatten wir etwas Geld im Portemonnaie und konnten tatsächlich unseren heutigen Leitwolf und Kapitän Aytac Sulu verpflichten. In dem Fall haben die Mosaiksteinchen zusammengepasst."

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