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Christian Beeck war bei Union Berlin als Spieler und Sportdirektor aktiv

Christian Beeck hat Trainer Norbert Düwel von Union Berlin für den Stinkefinger-Eklat nach der 1:4-Heimniederlage gegen 1860 München scharf kritisiert.

"Das was er da gemacht hat, ist eine Beleidigung für den gesamten Berufsstand der Sportpädagogen", erklärte Beeck in seiner SPORT1-Kolumne: "Bei allem Respekt: So etwas darf einfach nicht passieren!" (Hier die komplette Kolumne lesen)

Düwel hatte einem Zuschauer auf der Haupttribüne den ausgestreckten Mittelfinger gezeigt und erklärt, er sei "weit unter der Gürtellinie" beleidigt worden. (NEWS: DFB ermittelt gegen Unions Düwel)

Beeck äußert sich dazu verwundert. "Bauchschmerzen habe ich auch mit der Beleidgungsversion", warf der 42-Jährige ein, der als Spieler und Sportdirektor in Berlin aktiv war: "Ich kenne die Unionfans und Sponsoren sehr gut und kann es mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass eine solche Intensität stattgefunden hat. Was wirklich war, werden wir wohl nie erfahren."

Schlussendlich müsse ein Trainer aber damit leben "dass man richtig was abbekommt, wenn es nicht läuft. Das gehört dazu. Trainer werden für diese Situationen ausgebildet und sollten dieses Handwerk beherrschen. Schließlich sind Sie Vorbilder für viele Millionen von Menschen, die diesem wunderbaren Sport treu sind".

Auch sportlich geht Beeck mit Düwel hart ins Gericht. "Der Neuanfang ist fürchterlich in die Hose gegangen", urteilte der SPORT1-Experte:

"Die Mannschaft ist dermaßen verunsichert und hat von der körperlichen Präsenz her immer etwas weniger zu bieten als der Gegner. Von einer taktischen Ausrichtung ist leider auch nicht viel zu erkennen, die Spieler wirken streckenweise mehr als unvorbereitet auf diverse Stresssituationen."

Union steht nach nur drei Siegen aus 14 Spielen auf dem 15. Tabellenplatz, zwei Punkte vor dem Relegationsrang.

BEECK-Kolumne: "Beleidigung für den gesamten Berufsstand"

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