vergrößernverkleinern
Havard Nielsen (Eintracht Braunschweig)
Der Norweger Havard Nielsen erzielte in dieser Saison bisher sieben Tore © Getty Images

Braunschweig - Nach dem Sieg gegen den 1. FC Nürnberg sprechen bei Eintracht Braunschweig alle von der Bundesliga. Nicht mal der Trainer bremst.

Trainer Torsten Lieberknecht strotzt vor Selbstvertrauen, die Spieler tanzten wie wild auf dem Rasen und die Fans träumen nach dem fünften Sieg in Serie längst von der Rückkehr in die Bundesliga.

Nach dem 1:0 (1:0) gegen den 1. FC Nürnberg kletterte Fußball-Zweitligist Eintracht Braunschweig als Zweiter zum ersten Mal in dieser Saison auf einen direkten Aufstiegsplatz (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Und der Höhenflug lässt die Löwen noch viel hungriger auf mehr werden.

"Traum von Liga eins"

"Jetzt hoffen wir auf weitere Siege bis zur Winterpause", sagte Havard Nielsen, der in der 38. Minute das Tor des Tages geschossen hatte.

Nach dem siebten Saisontreffer des Norwegers hielten die Eintracht-Fans unter den 21.515 begeisterten Zuschauern Plakate mit der Aufschrift "Traum von Liga eins" in den Nachthimmel (Zum Nachhören: Alle Highlights des Spiels bei SPORT1.fm).

Und so gab Verteidiger Ken Reichel gleich das Motto für den Rest der Saison aus: "Jetzt stehen wir oben und wollen da natürlich auch bleiben."

Allerdings thront der FC Ingolstadt mit vier Punkten Vorsprung weiter an der Spitze. Nach dem Abstieg und einer kurzen Schwächephase zu Beginn der Saison haben sich die Braunschweiger allerdings wieder berappelt.

Ohne echte Torchance

Längst überzeugt die Lieberknecht-Elf wieder spielerisch und lässt hinten nichts anbrennen.

Gegen das Team der Stunde blieb Nürnberg ohne echte Torchance. Kein Wunder, dass Lieberknecht ganz offen vom Wiederaufstieg ins Fußball-Oberhaus spricht.

"Die Bundesliga bleibt das Ziel - von mir und vom Verein", sagte der 41 Jahre alte Fan-Liebling, der die Niedersachsen im Sommer 2013 nach 28 Jahren zurück ins Oberhaus geführt hatte, dem "kicker".

Trotz des Abstiegs habe sein Team in der vergangenen Erstliga-Saison "unheimlich viel gelernt. Und alle haben Blut geleckt".

Ganz Braunschweig träumt

Ein Blick in die Geschichtsbücher nährt die Braunschweiger Hoffnungen zusätzlich. Auch in den beiden Aufstiegsspielzeiten vor zwei Jahren sowie 1980/81 gewann der Traditionsklub fünf Spiele in Serie.

Zwischen dem 13. Dezember 1980 und dem 21. Februar 1981 holte die Mannschaft von Uli Maslo damals sogar acht Siege. Von einer solchen Serie redet in Braunschweig noch keiner, aber die Brust wird auch so immer breiter.

"Wir haben uns viele Chancen erarbeitet und nicht viel zugelassen. Es herrscht viel Selbstvertrauen in der Mannschaft", sagte Raffael Korte.

Und Lieberknecht, der schon fast zu vergessen haben scheint, wie sich einer Niederlage anfühlt, sagte: "Ohne vermessen klingen zu wollen: Gemessen an unseren wirtschaftlichen Möglichkeiten sind wir im Norden der erfolgreichste Verein." Ganz Braunschweig träumt längst wieder von der Bundesliga.

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel