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Rani Khedira kommt aus der Jugend des VfB Stuttgart
Rani Khedira kommt aus der Jugend des VfB Stuttgart © SPORT1

München - Vor dem Spiel gegen 1860 München sprach Leipzigs Rani Khedira bei SPORT1 über seine Entwicklung, RB und seinen Bruder.

Sami Khedira hat ein glänzendes Jahr hinter sich.

Der Nationalspieler wurde Champions-League-Sieger mit Real Madrid, Weltmeister und gewann zuletzt auch noch mit den "Königlichen" die Klub-WM.

Davon kann sein kleiner Bruder Rani Khedira nur träumen. Der 20-Jährige von RB Leipzig musste in seiner Karriere bisher kleinere Brötchen backen.

Rani wechselte im Sommer vom VfB Stuttgart zum Zweitliga-Aufsteiger RB Leipzig, machte quasi einen Schritt zurück, um nach vorne zu kommen.

Der Mittelfeldspieler bereut seinen Wechsel nicht. Im Gegenteil.

"Persönlich bin ich recht zufrieden. Ich habe 17 von 18 möglichen Spielen gemacht", sagt Khedira im Gespräch mit SPORT1.

"Können zufrieden sein"

"Auch von der Mannschaft her können wir zufrieden sein mit dem was wir bisher geleistet haben. Als Aufsteiger auf dem siebten Platz zu stehen, ist ordentlich."

Trotz vieler Anfeindungen der gegnerischen Fans spielten die "Bullen" eine ordentliche Hinserie.

Nach 19 Spieltagen überwintern die Sachsen auf Platz sieben nach dem Remis (1:1) gegen 1860 München (Interview mit Rani Khedira fand vor der Partie statt).

Lob für den Leistungsträger

Khedira gehört zu den Leistungsträgern im Team von Trainer Alexander Zorniger.

"Rani hat zu Beginn hart an sich gearbeitet, da die Umstellung auf unser Spiel für ihn enorm war. Er hat aber auch die Spielzeiten bekommen, die sich jeder Spieler wünscht", sagt Zorniger zu SPORT1.

"Ihn zeichnen seine Mentalität und Physis aus. In der Rückrunde wird er sich vor allem in der vertikalen Spieleröffnung unter Gegnerdruck und bei der Torgefahr weiterentwickeln", schildert der Coach seine Erwartungen an den Ex-Stuttgarter.

"Ein paar Punkte mehr"

Ganz zufrieden mit dem Saisonverlauf ist Khedira aber nicht: "Natürlich hätten wir noch ein paar mehr Punkte holen können, aber letztendlich können wir uns nicht beschweren."

Beschweren konnte sich der RB-Fan zuletzt über die schwächelnde Offensive. In den letzten vier Spielen erzielte die Zorniger-Elf nur einen Treffer.

"Wir schießen aktuell einfach zu wenig Tore. Das sieht man auch in der Statistik. Da stehen wir nicht optimal da", gibt Khedira zu. Hinten dagegen könne man hingegen zufrieden sein, meint er.

Starke Defensive

"Defensiv stehen wir sehr gut, haben die beste Abwehr. Aber wenn man die letzten Spiele ansieht, haben wir schon einige zu-null-Spiele vorne gehabt und das ist dann doch zu wenig für unseren eigenen Anspruch."

Und das Anspruchsdenken in Leipzig ist weiterhin hoch. Im Umfeld des Klubs träumen viele vom Durchmarsch in die Bundesliga, doch Khedira setzt seine Ziele bedächtiger.

"Wir versuchen jedes Spiel so anzugehen, dass wir es gewinnen und dann schauen wir einfach, wie es am Ende der Saison ausschaut", so der gebürtige Stuttgarter.

Rückkehr des Bruders?

Natürlich macht sich Khedira auch Gedanken über das, was in seiner Karriere noch alles passieren kann. Und da fällt gerne immer wieder der Name seines Bruders.

Zuletzt wurde über Samis Rückkehr nach Deutschland spekuliert, ein Wechsel zum FC Bayern stand kurzzeitig im Raum.

Dazu meint der jüngere Khedira schmunzelnd: "Natürlich wäre es schön. Das wäre ein Anreiz, mal gegen ihn zu spielen, aber natürlich auch irgendwann vielleicht mal mit ihm zu spielen. Ich würde mich auf jeden Fall freuen, wenn wir tatsächlich mal gemeinsam auf dem Rasen stehen würden."

Jahresabschluss gegen 1860

Auf dem Rasen warten zum Jahresabschluss aber zunächst die kriselnden Münchner "Löwen".

"Sie sind in der Hinrunde unter ihren Erwartungen geblieben, sie wollten eigentlich vorne mitmischen", weiß Khedira.

"Sie werden vor Weihnachten noch einmal alles geben wollen, um etwas gut zu machen. Aber wir wollen natürlich auch die drei Punkte einfahren und unseren Fans noch einmal etwas bieten. Wir wollen das tolle Jahr 2014 mit einem Sieg beenden."

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