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RB Leipzig gegen Union Berlin
RB Leipzig feierte seinen ersten Sieg seit dem 12. Dezember 2014 © Imago

Leipzig - Vier Tore in 13 Minuten: RB Leipzig bricht mit einer spektakulären Anfangsphase gegen Union Berlin den Bann und gewinnt erstmals seit Dezember 2014 wieder ein Spiel.

RB Leipzig hat mit dem ersten Sieg des Jahres Selbstvertrauen für den Pokalkracher gegen den VfL Wolfsburg getankt.

Nach zuletzt fünf Spielen ohne Sieg setzten sich die Sachsen dank eines spektakulären Blitzstarts mit 3:2 (3:2) gegen Union Berlin durch.

Trotzdem hat die Mannschaft von Trainer Achim Beierlorzer weiter acht Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz drei (DATENCENTER: Ergebnisse und Spielplan).

Historische Anfangsphase

Dominik Kaiser (3./Foulelfmeter) und Joshua Kimmich (7.) brachten Leipzig in Führung, ehe Steven Skrzybski (8.) keine 60 Sekunden später zum Anschluss für die Hauptstädter traf (DATENCENTER: Tabelle).

RB-Abwehrspieler Georg Teigl (13.) sorgte schließlich dafür, dass es erstmals in der Geschichte der eingleisigen 2. Liga vier Tore in der ersten 13 Minuten gab. Für Union traf außerdem Sebastian Polter (28.). "Wir sind sensationell in die Partie reingekommen", freute ich Beierlorzer nach dem Spiel bei SPORT1. Für Kimmich war der furiose Beginn Balsam für die Seele: "Es hat uns einen extremen Schub und viel Selbstvertrauen gegeben."

"Was wir in der ersten halben Stunde gezeigt haben, war mit Abstand das Beste, was wir in dieser Saison gespielt haben. Das war richtig gut", sagte Leipzigs Sportdirektor Ralf Rangnick nach dem ersten Sieg unter Beierlorzer. Kaiser meinte: "Wir sind hochzufrieden. Es war das große Ziel, den ersten Dreier 2015 einzufahren."

RB auch ohne Poulsen gefährlich

Ohne den gesperrten Yussuf Poulsen und den verletzten Rani Khedira (Innenbandriss) bei RB entwickelte sich von der ersten Minute an ein Duell mit offenem Visier.

Während die Leipziger, die nach dem Erfolg die Nummer eins im Fußball-Osten bleiben, vor 24.780 Zuschauern in der WM-Arena mit drei schnellen Treffern belohnt wurden, spielte auch Berlin ungewohnt mutig nach vorne.

Zuletzt hatten die Köpenicker nur einen Punkt aus drei Auswärtsspielen geholt. Mit deutlich offensiverer Ausrichtung bereitete das Team von Coach Norbert Düwel RB zeitweise große Probleme.

Selbstvertrauen für Wolfsburg

Während die Leipziger Aufstiegshoffnungen auch durch Siege der Konkurrenz von Woche zu Woche schwinden, gibt der erste Erfolg seit dem 12. Dezember zumindest zusätzliches Selbstvertrauen für das Achtelfinale im DFB-Pokal gegen den VfL Wolfsburg am Mittwoch. "Wir geben alles gegen Wolfsburg und schauen dann mal, was rauskommt. Natürlich wird das schwer", sagte Demme.

 

RasenBallsport hatte den Bundesligazweiten bereits 2011 aus dem Pokal geworfen, nun dürfte es vor mehr als 40.000 Zuschauern in der Messestadt erneut ein heißes Duell geben.

Union drängt vergeblich

Ohne Stürmer Sören Brandy, der mit einer ausgekugelten Schulter früh ausgewechselt werden musste, drängte Union auch nach der Halbzeit auf den Ausgleich, biss sich an der kompakten Defensive allerdings die Zähne aus. Auch die Sachsen selbst spielten nicht mehr so druckvoll nach vorne und kamen zu deutlich weniger Chancen als noch in der ersten Hälfte. 

Die Highlights zum Nachhören im Sportradio SPORT1.fm

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