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Fortuna Duesseldorf v 1. FC Kaiserslautern - 2. Bundesliga
Düsseldorfs Michael Liendl traf gegen Lautern per Elfmeter und erzielte sein sechstes Saisontor © Getty Images

Düsseldorf - Kaiserslautern kassiert in Düsseldorf nach einem umstrittenen Elfmeter spät den Ausgleich. Trotz des unglücklichen Endes bleibt FCK-Trainer Kosta Runjaic gelassen.

Kosta Runjaic blieb verhältnismäßig ruhig. Der Trainer des 1. FC Kaiserslautern regte sich nicht auf über die verpassten Big Points im Aufstiegsrennen. Dabei hatte er nach dem 1:1 (0:1) bei Fortuna Düsseldorf durchaus Grund dazu (DATENCENTER: Ergebnisse und Spielplan).

Denn Schiedsrichter Deniz Aytekin sprach den Rheinländern einen Elfmeter zu, der zumindest umstritten war. Er bewertete die Aktion von FCK-Kapitän Willi Orban gegen Ben Halloran in der 89. Minute als Aufstützen. So egalisierte Michael Liendl vom Punkt (90.) den Treffer von Simon Zoller (8.), seinem ersten nach seiner Rückkehr zu den Roten Teufeln (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER).

Runjaic sachlich: "Müssen das akzeptieren"

"Es ist eine sehr harte Entscheidung. Wir müssen das akzeptieren", sagte Runjaic bei SPORT1. "Man kann das sicher auch anders interpretieren, aber es nützt jetzt nichts. Das ist sehr ärgerlich, weil wir zwar nicht unser bestes Spiel gezeigt, aber gekämpft haben. Dass wir dann so ein Gegentor kassieren, ist sehr bitter, aber ich kann damit leben."

Bitter vor allem deshalb, weil es die Pfälzer verpassten, den Vorsprung auf die drittplatzierten Darmstädter nach deren 1:1 in Nürnberg zu vergrößern (DATENCENTER: Tabelle).

Fortuna beginnt schwach

Selbst Fortunas Coach Taskin Aksoy meinte bei SPORT1: "Wenn er den Elfmeter nicht pfeift, beschweren wir uns auch nicht." Die Düsseldorfer bleiben Tabellensiebter - mit neun Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz.

Die Gäste begannen vor 28.344 Zuschauern druckvoll. Der vom 1. FC Köln ausgeliehene Zoller nutzte eine Unaufmerksamkeit in der Abwehr der Rheinländer zur schnellen Führung. "Wenn jedes Mal der erste Ball drin ist, kannst du keine Spiele gewinnen", sagte Liendl später.

Die Fortuna fand zunächst überhaupt nichts ins Spiel, auch wenn Torjäger Charlison Benschop (14.) an FCK-Torhüter Tobias Sippel scheiterte.

Lautern zieht sich zurück

Kaiserslautern versäumte es nach der Führung, aus der Verunsicherung der Fortuna mehr Kapital zu schlagen und zog sich immer mehr zurück. Nach einer halben Stunde hatten sich die Gastgeber gefangen und drängten auf den Ausgleich. Sippel war aber gegen Benschop erneut zur Stelle (42.).

Nach dem Wechsel war Kaiserslautern wieder um mehr Spielkontrolle bemüht, doch durch einige leichtsinninge Ballverluste im Aufbau machte sich das Team von Trainer Kosta Runjaic das Leben aber selbst schwer.

So musste Sippel gegen Axel Bellinghausen den Vorsprung retten (59.). In der Schlussphase drängte Düsseldorf auf den Ausgleich und belohnte sich kurz vor dem Ende.

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