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1. FC Union Berlin Sebastian Polter
Sebastian Polter traf beim Sieg von Union Berlin in München doppelt © Getty Images

München - Die Berliner setzen sich in München klar durch. Für die Löwen wird es jetzt im Abstiegskampf ganz brenzlig. Kapitän Schindler spricht von einem katastrophalen Auftritt.

Für 1860 München wird die Lage im Abstiegskampf immer prekärer. Die Löwen unterlagen am Sonntag gegen den 1. FC Union Berlin nach einer enttäuschenden Leistung mit 0:3 (0:1) und rutschten auf den vorletzten Tabellenplatz zurück.

"Das war katastrophal heute, keine Frage. Wir hatten vor dem Spieltag eine gute Chance, Druck auf die anderen auszuüben. Dann verlierst du zu Hause 0:3. Das ist natürlich viel zu wenig", zog 1860-Kapitän Christopher Schindler nach dem Spiel ein ernüchterndes Fazit.

Die Eisernen stehen dagegen im gesicherten Mittelfeld und haben eine einstellige Abschlussplatzierung im Visier. (DATENCENTER: Tabelle)

Polter mit Doppelpack

Berlins Torjäger Sebastian Polter erzielte in der 19. Minute die Führung für die stets gefährlichen Gäste. Nach einer flachen Eingabe von Christopher Quiring traf Polter mit der Hacke zum
bereits zwölften Mal in dieser Saison. (DATENCENTER: Ergebnisse und Spielplan)

"Das war ganz klar Instinkt. Der Ball geht in meinen Rücken und ich kann eigentlich nur noch die Hacken nehmen - aber dass er dann auch noch so perfekt reingeht, ist natürlich sensationell", sagte der Stürmer bei SPORT1.

(Die Highlights der Sonntagsspiele ab 19 Uhr in Hattrick - Die 2. Bundesliga im TV auf SPORT1)

Nach einem Freistoß von Fabian Schönheim erhöhte Damir Kreilach (79.). Erneut Polter (89.) stellte nach einem Konter den Endstand her. Bei den Sechzigern hatte auch die Rückkehr von Torjäger Rubin Okotie keine positive Wirkung (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER).

Latte und Pfosten stoppen 1860

"In der ersten Halbzeit waren wir viel zu weit weg von den Männern. Union hatte viel zu viel Raum und sie haben vorne mit Polter und Quiring zwei sehr schnelle Leute. Das ist für mich nicht verständlich", ärgerte sich Schindler über das Defensivverhalten der Löwen.

Unions Trainer Norbert Düwel hatte seiner Mannschaft ein gutes Defensivkonzept mit auf den Weg gegeben.

Die Münchner bemühten sich zwar, verfügten aber nicht über die nötigen Mittel und hatten auch kein Glück. Okotie (45.+1, 78.) scheiterte zweimal, ein Kopfball von Guillermo Vallori und ein Schuss von Gary Kagelmacher (74.) landeten binnen weniger Sekunden am  Torgestänge, Marius Wolfs Kopfball (75.) klärte Unions Toni Leistner auf der Linie (SERVICE: Die Statistiken zum Spiel).

"Müssen alle Spiele gewinnen"

Neben der Heimpartie gegen Nürnberg stehen für die 60er noch zwei Auswärtsspiele in Frankfurt und am letzten Spieltag in Karlsruhe an. Ein Vorteil angesichts der deutlich besseren Bilanz auf fremden Plätzen?

"Es ist ganz egal, ob die Spiele daheim oder auswärts sind. Wir müssen jetzt alle Spiele gewinnen. Das wird schwierig genug, auch für den Kopf" sagte Schindler auf SPORT1-Nachfrage.

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