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Daniel Adlung erzielte den Siegtreffer für 1860 München © Imago

München - Die Löwen retten gegen den 1. FC Nürnberg einen Dreier ins Ziel, ein annulliertes Club-Tor sorgt für Wirbel. Schiri Drees gibt bei SPORT1 den Fehler zu.

1860 München hat im Abstiegskampf dank Daniel Adlung einen ganz wichtigen Erfolg gelandet und den Absturz in die Drittklassigkeit erst einmal abgewendet.

Die Löwen gewannen das bayerische Derby gegen den 1. FC Nürnberg an ihrem 155. Geburtstag mit 2:1 (0:1) und können den Abstieg beim Saisonfinale am kommenden Sonntag in Karlsruhe jetzt sogar aus eigener Kraft verhindern. (DATENCENTER: Tabelle)

"Die Mannschaft lebt und zeigt, dass sie mit der Situation umgehen kann. Jetzt geht es weiter, wir sind in Karlsruhe verdammt, etwas zu holen", sagte 1860-Trainer Torsten Fröhling.

Schiri Drees gibt Fehler zu

Niklas Stark brachte den Club vor knapp 70.000 Zuschauern in der 45. Minute verdient in Führung. Guillermo Vallori sorgte in der 56. Minute für den Ausgleich, ehe der starke Daniel Adlung das Spiel per Handelfmeter in der 72. Minute drehte.

Allerdings hatten die Löwen Glück, als den Nürnbergern ein Treffer in der 88. Minute aberkannte wurde. Schiedsrichter Dr. Jochen Drees gab erst das Tor von Dave Bulthuis, ließ sich dann aber von seinem Assistenten wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung korrigieren.

Da müsse man schon "viel Fantasie haben", beschwerte sich FCN-Coach Rene Weiler und sagte bei SPORT1: "Ich hatte schon von meiner Position aus den Eindruck, dass es ein reguläres Tor war. Jetzt ist das bestätigt worden. Das ist eine unglaubliche Szene."

Drees gab nach dem Spiel am SPORT1-Mikro zu, dass das Tor der Nürnberger doch regelgerecht war: "In dem Fall muss man sagen, dass die Entscheidung leider falsch war. Mein Assistent saß ziemlich bedröppelt in der Kabine."

Dennoch geht das Zittern beim Team von Torsten Fröhling weiter. Zuletzt waren die Löwen 1993 drittklassig gewesen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Spielplan)

1860 mit Startschwierigkeiten

"Ohne pathetisch werden zu wollen, handelt es sich hier um eines der wichtigsten Spiele in der Geschichte des TSV 1860 München", schrieb Geschäftsführer Markus Rejek im Vorwort des Stadionheftes.

Der Druck war zu spüren. Die Löwen konnten in der ersten Hälfte ihre Nervosität nie ablegen. Der Club hatte das Geschehen im Griff (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER).

Von den mutlosen Sechzigern war in der Offensive ohne den gesperrten Torjäger Rubin Okotie nichts zu sehen (SERVICE: Die Statistiken zum Spiel).

Erst nach dem Wechsel wurde es besser und druckvoller. Zunächst streifte ein Schuss von Adlung die Latte des FCN-Tores (51.), ehe Vallori per Kopf nach Freistoß von Adlung traf. Der Ausgleich gab den Münchnern Auftrieb, doch erst ein Elfer, den Stark mit einem Handspiel verursachte, brach den Bann.

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