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München - 1860 München startet mit einem Übergangspräsidium in die Vorbereitung auf die neue Zweitliga-Saison. Dennoch soll es mehrere Transfers geben.

Torsten Fröhling stand entspannt am Rande der Tartanbahn und beobachtete seine Profis beim obligatorischen Laktattest. Alles sah auf dem Nebenplatz des Olympiastadions nach einem standesgemäßen Trainingsauftakt bei einem normalen Zweitligisten aus. Doch bei 1860 München ist derzeit nichts normal. Fünf Wochen vor dem Saisonauftakt versinken die Löwen weiter im Chaos.

Während Trainer Fröhling ("Es zählt jetzt alleine die Vorbereitung") und auch der umstrittene Sportchef Gerhard Poschner am Montag bemüht waren, einigermaßen die Fassung zu wahren, geht es in der Führungsetage weiter rund. Christian Waggershauser, neuer Interims-Chef des Verwaltungsrats bei 1860, setzte nach dem Rücktritt der gesamten Führungsmannschaft der Sechziger ein Notpräsidium ein.

Schneider Übergangspräsident

Der bisherige Vorsitzende des Verwaltungsrates, Siegfried Schneider, wurde zum Übergangspräsidenten gewählt. Neuer Vizepräsident und Schatzmeister ist der bisherige Aufsichtsrat und Vereinsvertreter im Beirat, Karl-Christian Bay. Das Duo wird die Löwen zunächst bis zur auf den 12. Juli verschobenen Mitgliederversammlung führen.

Poschner möchte zu den ganzen Ränkespielen und der verworrenen Lage im Verein wollte er sich nicht äußern. Auch zu Spekulationen, dass Felix Magath seinen Posten übernehmen könnte, sowie dass er und Fröhling ihre Ämter nur noch auf Zeit inne hätten, nahm er keine Stellung.

"Ich rede nicht über Politik, das ist nicht mein Bier", wehrte er am Montag entsprechende Nachfragen zum Wahnsinn beim Meister von 1966 ab.

Noch keine Transfers

Doch dass die akuten Probleme auch seine Verhandlungen mit möglichen Zugängen belasten, wollte er zumindest nicht abstreiten. Noch gibt es keinen Transfer zu vermelden, dabei sind ein bis zwei Spieler pro Mannschaftsteil fest eingeplant.

Handlungsunfähig seien er und sein Geschäftsführer-Kollege Markus Rejek aber nicht, betonte Poschner: "Es gab bei der Lizenzierung ein Budget. In diesem Rahmen können wir uns bewegen."

Poschner fühlt sich verpflichtet

Er fühle sich nach den "großen Fehlern" der vergangenen Saison auf jeden Fall "in der Verpflichtung. Mir ist bewusst, dass vieles schief gelaufen ist", räumte der frühere Profi erneut offen ein. Man müsse die Bereitschaft haben, "alles auf Null zu stellen und muss die richtigen Lehren ziehen".

Poschner fing gleich einmal damit an und formulierte nicht wie in den vergangenen Jahren utopische Saisonziele. Diesmal geben sich die Löwen, die dem Absturz in die 3. Liga in letzter Sekunde entgangen waren, mit einem "gesicherten Mittelfeldplatz" zufrieden. "So eine Saison darf es definitiv nicht mehr geben", sagte der Sportchef.

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